Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

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Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Anjana am Fr Dez 20, 2013 7:37 am

Hallo Tintenklecksler,

pünktlich zum Start ins Wochenende habe ich da noch mal eine Frage, die mich schon länger umtreibt.

Kennt ihr Buchserien, in denen die ursprüngliche Haupthandlung zur Nebenhandlung wird, weil eine neue, größere Bedrohung entsteht?
Ich befürchte, dass das bei Sina 2 und 3 genauso passieren wird. In Bezug auf meine Geschichte glaube ich zwar, dass das funktionieren kann (und wenn nicht, habe ich hoffentlich weiterhin liebe Betas, die mir das um die Ohren hauen^^), aber ich frage mich gerade, ob man sowas schon mal gelesen hat. Irgendwie will mir nicht wirklich was einfallen.
Und dann gleich auch noch die Kardinalsfrage: Wie denkt ihr darüber? Der Strang wird natürlich schon beendet, aber eben durch die neue Bedrohung in den Schatten gestellt.

Nachdenkliche Grüße,
Ani


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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Bautsen am Fr Dez 20, 2013 10:06 am

Hi Ani!

Ich kann dir da leider auch nicht weiterhelfen, fürchte ich. Mir will einfach kein Roman einfallen, bei dem das so ist.
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Wordhunter am Sa Dez 21, 2013 12:04 am

Huhu Ani.

Oh ja, Ohren hauen.  Twisted Evil  Wink 
Selbst habe ich noch nicht solche Bücher gelesen - aber warum sollte es nicht funktionieren?
Wenn Du den Hauptstrang für den Leser zur vollsten Zufriedenheit gelöst hast und sich dann ein neues Problem eröffnet. Wieso nicht? Vielleicht eine Bedrohung aus einer völlig, unverhofften Richtung? Immer dran ans Schreiben.
Die Bedenken an der Sache: Es sollte aber dann ein (neuer) Strang sein, der vielleicht mit dem ersten irgendwie verknüpft ist.


Glg Ulli

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Anjana am Sa Dez 21, 2013 2:20 am

Huhu ihr beiden,

@Rico: Ich bin mir zwar irgendwie sicher, dass ich sowas schon mal gelesen hab, aber mir fällt auch einfach nichts ein. Obwohl vielleicht die Rhapsody-Saga. Aber das ist so lange her, da kann ich mich gar nicht mehr richtig dran erinnern^^

@Ulli: Hast du da zufällig Namen parat von den Büchern/Reihen?

Der Punkt ist halt, dass die ersten beiden Bände quasi auf ein zu erwartendes Finale hinlaufen, dieses Finale dann zwar auch passiert, aber eben nicht das große Ende ist. Aber im Grunde denke ich ja auch, dass das funktionieren kann.

Die Bedenken an der Sache: Es sollte aber dann ein (neuer) Strang sein, der vielleicht mit dem ersten irgendwie verknüpft ist.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Mein erster Strang löst den zweiten überhaupt erst aus, von daher habe ich da eigentlich keine Sorgen. Wink

Danke  :blumenstrauss: 

lg
Ani
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Herzeloyde am Sa Dez 21, 2013 6:03 am

Hallo Ani,

für mich klingt das nicht problematisch. Frodo glaubt ja auch, dass seine Aufgabe erfüllt ist, wenn er den Ring nach Rivendell gebracht hat und erst da entwickelt sich dann das übergeordnete Problem. Gut, das ist jetzt nicht erst nach zwei Bänden, aber trotzdem, ich denke das geht schon. Ist Sina dann weiterhin der Hauptprota?

fragt sich
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Anjana am Sa Dez 21, 2013 7:21 am

Ja, Sina bleibt auf jeden Fall Prota und Perspektivträgerin.

Im Grunde ist das ja wie das Leben auch sein kann. Es entwickelt sich halt eben so.^^ Ursprünglich hatte die erste Haupthandlung in Band 2 fertig sein sollen, aber inzwischen haben sich da einfach andere Verkettungen ergeben und Band 2 wäre mir zu lang geworden.

Aber es beruhigt mich, dass ihr nicht empört aufschreit Wink

lg
Ani
 :blume2: 

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Leahdyre am Do Dez 11, 2014 3:16 am

Hallo Ani,

ich denke nicht, dass das ein Problem wäre, im Gegenteil: Ich fände das als Leser sogar sehr spannend und einfallsreich, eben weil das nicht die gängige Praxis ist.
In diesem Sinne:  An die Arbeit Laughing

LG
Leah

P.S.: Sorry, hab erst jetzt auf das Datum gesehen :D

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Anjana am Do Dez 11, 2014 5:41 am

Huhu Leah,

ach, das mit dem Datum macht gar nichts. Band 3 ist noch gar nicht geschrieben. Wink Nach Band 2 bin ich erstmal auf ein neues Projekt umgeschwenkt, denn als Erstlingswerk eine Trilogie an den Verlag zu bringen ist nahezu unmöglich. (Leider hakt es bei dem aktuellen Projekt aufgrund unterschiedlicher Gründe schon seit Monaten auch wieder *grummel*)

Aber inzwischen steht die Entscheidung auf jeden Fall. Die Geschichte will so erzählt werden, also folge ich ihr, gehorsam wie ich bin drunken
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Leahdyre am Do Dez 11, 2014 5:43 am

Super, freut mich Smile
Ich glaube, als Erstling hat mans sowieso nicht leicht...

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Nebencharakter wird zu Hauptcharakter

Beitrag  Samira-Jessica am Do Nov 12, 2015 7:59 am

Hallo Tintenklecksler,

obwohl ich immer noch erst bei groben Planen dessen bin, was ich für mein Projekt brauche, habe ich ein ähnliches Problem, das mich belastet:

In meinem Kopf hat sich schon seit sehr langer Zeit der ungefähre "Ablauf" eines Teils des 'Hauptstranges' festgesetzt. Nur dreht es sich hierbei nicht um die Person, die ich (eigentlich) zum Hauptcharakter machen wollte, sondern um die, die als Nebencharakter in einem Subplot auftreten sollte.

Immer wenn ich über die beiden Mädchen nachdenke, fällt mir zu der, die eigentlich als Nebencharakter auftreten soll, mehr ein als zu der anderen, die ich zum Hauptcharakter machen wollte.
Kennt ihr sowas? Wie geht ihr damit um?

Jetzt meine Frage: Kann ich den eigentlichen Nebencharakter mit der eigentlichen Nebenhandlung im Hauptstrang auftreten  lassen oder ist das doof?
Ich hoffe, ihr versteht was ich meine ...

nachdenkliche Grüße
Samira-Jessica

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Ankh am Do Nov 12, 2015 8:15 am

Immer wenn ich über die beiden Mädchen nachdenke, fällt mir zu der, die eigentlich als Nebencharakter auftreten soll, mehr ein als zu der anderen, die ich zum Hauptcharakter machen wollte.
Da stellt sich zunächst natürlich die Frage, warum die andere unbedingt der Hauptcharakter sein soll?

Abgesehen davon muss der Charakter, um den es sich im Grunde dreht, auch nicht unbedingt der Aktivste sein. Bzw umgekehrt, kann eine Geschichte auch aus der Perspektive einer Nebenfigur erzählt werden. Oftmals ist es also sogar besser, den Aktionen des "Laufburschen" zu folgen, der allerhand Probleme und Widerstände überwinden muss, als denen des "Meisters", der nur daheim sitzt und auf die Ergebnisse wartet.  

Jetzt meine Frage: Kann ich den eigentlichen Nebencharakter mit der eigentlichen Nebenhandlung im Hauptstrang auftreten  lassen oder ist das doof?
Ich hoffe, ihr versteht was ich meine ...

Nicht so ganz, ehrlich gesagt scratch Entweder die beiden treten im gleichen Strang auf oder nicht. Aus wessen Perspektive du diesen Strang dann erzählst, ist dir überlassen. Wenn der Nebencharakter sowohl im Nebenstrang als auch im Hauptstrang auftritt, ist es vielleicht sogar praktischer, ihn als alleinigen Perspektivträger zu wählen, als einmal den Hauptcharakter im Hauptstrang und einemal den Nebencharakter im Nebenstrang.
Wobei es natürlich auch ganz reizvoll sein kann, denselben Charakter einmal von "innen" und einmal von "außen" zu erleben (damit spiele ich bei meinen Protas ständig). Welche Version besser ist hängt von deinem Charakter und der Handlung ab (bzw wieviel jeder davon mitbekommt), das kann man so pauschal nicht beurteilen.
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Wolfgang Meilenstein am Do Nov 12, 2015 8:33 am

@Anjana schrieb:Kennt ihr Buchserien, in denen die ursprüngliche Haupthandlung zur Nebenhandlung wird, weil eine neue, größere Bedrohung entsteht?
Prinzipiell passiert das doch ständig. Der Protagonist muss irgend eine Aufgabe erledigen, dabei entdeckt er etwas/wird in etwas hineingezogen, das wesentlich größer ist als das vorherige Problem. Gerade bei mehrteiligen Büchern wirds ja gerne mal mit jedem weiteren Band alles schlimmer und größer und bedeutender, sodass einem rückblindend die Probleme aus Band 1 fast unwichtig erscheinen.Es ist immer schwer, sich konkrete Namen einfallen zu lassen, aber ich kenne hunderte Bücher und Filme, bei denen genau das passiert.Ach ja, zufälligerweise auch das Buch bzw. die Reihe, die ich zuletzt gelesen habe: Die Expanse Serie von James Corey. Erst geht es um ein einzelnes zerstörtes Schiff, dann einen sonnensystemweiten Krieg und dann um eine außerirdische Bedrohung für die ganze Menschheit.

Ich würde es nur nicht so formulieren, dass die ursprüngliche Haupthandlung zu Nebenhandlung wird. Es ist einfach nur der Teil der Haupthandlung, der auf das eigentliche Problem hinführt.

Vielleicht verstehe ich dich auch nicht richtig, aber dann müsstest du konkreter werden und die Handlung, um die es dir geht, zumindest grob beschreiben. afro

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Samira-Jessica am Do Nov 12, 2015 9:26 am

@Ankh schrieb:
Immer wenn ich über die beiden Mädchen nachdenke, fällt mir zu der, die eigentlich als Nebencharakter auftreten soll, mehr ein als zu der anderen, die ich zum Hauptcharakter machen wollte.
Da stellt sich zunächst natürlich die Frage, warum die andere unbedingt der Hauptcharakter sein soll?

Abgesehen davon muss der Charakter, um den es sich im Grunde dreht, auch nicht unbedingt der Aktivste sein. Bzw umgekehrt, kann eine Geschichte auch aus der Perspektive einer Nebenfigur erzählt werden. Oftmals ist es also sogar besser, den Aktionen des "Laufburschen" zu folgen, der allerhand Probleme und Widerstände überwinden muss, als denen des "Meisters", der nur daheim sitzt und auf die Ergebnisse wartet.
Zu deiner Frage: Ganz einfach, weil mir zu ihr irgendwie mehr einfällt - Handlung, Konflikt, Entwicklung ...

Hm, nein, die "Nebenfigur" ist in meinem Fall keine der Hauptfigur untergestellten, sondern eher eine, die eine Zeit lang mit ihr als Begleiterin, eigentlich, auftretten soll. In meinen Gedanken zu den beiden wird aber eher die Hauptfigur zu Begleiterin, weil mir eben zu ihr weniger, oder sogar nichts, einfallen will.

@Ankh schrieb:
Jetzt meine Frage: Kann ich den eigentlichen Nebencharakter mit der eigentlichen Nebenhandlung im Hauptstrang auftreten  lassen oder ist das doof?
Ich hoffe, ihr versteht was ich meine ...

Nicht so ganz, ehrlich gesagt scratch Entweder die beiden treten im gleichen Strang auf oder nicht. Aus wessen Perspektive du diesen Strang dann erzählst, ist dir überlassen. Wenn der Nebencharakter sowohl im Nebenstrang als auch im Hauptstrang auftritt, ist es vielleicht sogar praktischer, ihn als alleinigen Perspektivträger zu wählen, als einmal den Hauptcharakter im Hauptstrang und einemal den Nebencharakter im Nebenstrang.
Wobei es natürlich auch ganz reizvoll sein kann, denselben Charakter einmal von "innen" und einmal von "außen" zu erleben (damit spiele ich bei meinen Protas ständig). Welche Version besser ist hängt von deinem Charakter und der Handlung ab (bzw wieviel jeder davon mitbekommt), das kann man so pauschal nicht beurteilen.
Die zwei treten im selben Strang auf.

Wie meinst du das, von "innen" und von "außen"?

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  KleineLady am Do Nov 12, 2015 7:36 pm

Ankhs Frage fand ich sehr gut, warum denn dann die Hauptfigur die Hauptfigur sein soll. Warum machst du die Nebenfigur, in die du dich besser reinfühlen kannst, zur Hauptfigur? Was spricht dagegen?

Mit von innen und außen war sicher gemeint, dass, wenn du aus Perspektive von Figur A schreibst, man in der Regel auch ihre Gedanken und Gefühle schreibt, der Leser sie also von innen kennenlernt. Von außen wäre dann, wenn du aus Perspektive von Figur B schreibst, wie sie auf Figur A trifft (von der wir ja das Innenleben kennen), und zeigst, wie A auf B wirkt. B kann ja in A nicht reinschauen, sie also nur von außen beschreiben/zeigen.

Klar soweit?

Federgruß
Nina

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Anjana am Do Nov 12, 2015 8:03 pm

@Wolfgang Meilenstein:
Prinzipiell passiert das doch ständig. Der Protagonist muss irgend eine Aufgabe erledigen, dabei entdeckt er etwas/wird in etwas hineingezogen, das wesentlich größer ist als das vorherige Problem. Gerade bei mehrteiligen Büchern wirds ja gerne mal mit jedem weiteren Band alles schlimmer und größer und bedeutender, sodass einem rückblindend die Probleme aus Band 1 fast unwichtig erscheinen.
Aber in der Regel ist es doch dann so, dass die Bedrohung aus Band 1 dennoch in sich abgeschlossen bewältigt werden. Das heißt, es gibt einen Showdown. Der fehlt bei mir für den Antagonisten aus Band 1 und 2 möglicherweise vollkommen, weil der Antagonist quasi aus Versehen besiegt wurde, bevor er einen eignen Auftritt in einem der Romane hatte. (Vielleicht wird es aber auch ganz anders, es hat sich eine überraschende Wende ergeben, die die Frage hinfällig machen könnte. Das muss ich noch sehen.)

@Samira-Jessica:
Ich würde den anderen zustimmen, es spricht nichts dagegen, die Nebenfigur zur Hauptfigur zu machen, wenn es der Geschichte nützt. Und es gibt natürlich auch Bücher mit mehr Perspektivträgern, allerdings sollten diese in irgendeiner Form auf eine gemeinsame Auflösung hinlaufen. Eher ungünstig könnte es sein, nur einmal für einen bestimmten Abschnitt die Perspektive zu ändern, weil das nicht wirklich ausgewogen wirkt.

Ich denke, eine entscheidende Frage wäre: Was ist für den Leser spannender zu lesen und wie ist die Gesamtgewichtung der Perspektiven (wenn du mehrere hast)? Da sollte es dann eine gewisse Ausgewogenheit der jeweiligen Handlungsstränge geben.

Vielleicht braucht die Nebenfigur auch eine eigene Geschichte? Eine Art Spin off?

Übrigens, wenn du weiterhin unsicher bist, kannst du auch in einem Projektforum mit jemandem am Plot arbeiten, wenn du möchtest. Manchmal ist das hilfreich, wenn man das konkret inhaltlich mit jemandem durchsprechen kann.
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Ankh am Do Nov 12, 2015 9:33 pm

@Samira-Jessica schrieb:
Hm, nein, die "Nebenfigur" ist in meinem Fall keine der Hauptfigur untergestellten, sondern eher eine, die eine Zeit lang mit ihr als Begleiterin, eigentlich, auftretten soll. In meinen Gedanken zu den beiden wird aber eher die Hauptfigur zu Begleiterin, weil mir eben zu ihr weniger, oder sogar nichts, einfallen will.

Es geht ja nicht darum, dass die eine der anderen unterstellt ist. Vielleicht hat ja die Hauptfigur das Problem, um das es in deiner Geschichte geht, dann ist es auch logisch, dass sich die Geschichte im Grunde um sie dreht. Nur bedeutet das nicht, dass sie auch die Aktivste darin sein muss, das Problem zu lösen. Dornröschen hat z.B. den Großteil ihrer eigenen Geschichte einfach verpennt. Da macht es keinen Sinn, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu erzählen. Trotzdem bleibt sie die Hauptperson, weil der Plot sich nun einmal um sie dreht.

Wie Nina schon sagte, "innen" bedeutet, dass ich das Innenleben der Figur, ihre gefühle und Gedanken erfahre. Das passiert meist nur bei dem Charakter, aus dessen Perspektive du erzählst. Alle anderen Figuren erlebt dieser Perspektivcharakter dann "von außen", d.h. er sieht ihre Aktionen, hört ihre Worte, aber was sie wirklich denken bleibt ihm verborgen.
Das ist manchmal ein ganz praktisches Werkzeug beim Schreiben. Sherlock Holmes beispielsweise ist unzweifelhaft der Hauptcharakter seiner Geschichten. Trotzdem bekommen wir die Geschichten aus der Sicht von seinem Begleiter Watson erzählt. Watson beobachtet, was SH tut, manchmal erklärt ihm SH auch etwas, aber die meiste Zeit kann Watson (und der Leser) nur rätseln, was SH denkt, weiß und vorhat. Das erzeugt natürlich Spannung. SH weiß oder ahnt vielleicht schon in der Mitte der Geschichte, was los ist, und braucht nur noch einen Beweis oder eine Bestätigung. Würden wir seine Gedanken lesen können, wäre die Geschichte aber ab diesem Punkt nicht mehr spannend und rätselhaft. Also werden wir aus SHs Kopf in den von Watson verbannt, der bis zum Ende genauso ahnungslos ist wie der Leser. Das erhält zum einen sie Spannung, zum anderen macht es SH bewusst zu einer undurchschaubaren, mystischen Figur. 
Ein anderer Klrimiautor, der genial damit spielt ist Boris Akunin in seinen Fandorin-Büchern. Viele davon sind (zunächst) aus der Sicht von Nebenfiguren geschrieben, und Fandorin ist so ein typischer Sherlock Holmes Charakter: weiß alles, durchschaut alles, ist immer zur rechten Zeit am rechten Ort etc. Doch ab und zu schaltet Akunin um auf Fandorins Sicht, und dann erfährt man, dass der große Detektiv auch nur mit Wasser kocht: Er gerät in blöde Situationen, überlebt nur mit Glück, macht Fehler etc, nur bekommt das eben nie jemand mit Wink  (außer der Leser). Das zerstört zwar einerseits die Mystik um ihn, andererseits macht es ihn aber auch sofort unheimlich sympathisch.

Die Frage ist also, wie du deinen Hauptcharakter darstellen willst. Wenn ihre Gedanken und Gefühle wichtig sind, dann solltest du die Geschichte aus ihrer Sicht schreiben, auch wenn sie selbst eher passiv und in der Rolle einer Beobachterin bleibt (das setzt natürlich voraus, dass sie in entsprechenden Actionsituationen zumindest anwesend ist). Oder du beschreibst die Geschichte deiner Hauptfigur aus der Sicht der Nebenfigur, das ist überhaupt kein Problem, so lange die Hauptfigur und ihr Problem in irgendeiner Form interessant ist. Oder du wechselst hin und her, wen beide Figuren interessante Aspekte in die Geschichte einbringen. Vielleicht interpretiert Figur A die Ereignisse z.B. völlig anders als Figur B, und die Diskrepanz verursacht irgendwann einen Konflikt zwischen den beiden?
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Wolfgang Meilenstein am Fr Nov 13, 2015 2:48 am

@Anjana schrieb: Das heißt, es gibt einen Showdown. Der fehlt bei mir für den Antagonisten aus Band 1 und 2 möglicherweise vollkommen, weil der Antagonist quasi aus Versehen besiegt wurde, bevor er einen eignen Auftritt in einem der Romane hatte.
Da könnte ich mir vorstellen, dass der Leser da ein wenig irritiert bzw. enttäuscht drauf reagiert. Da stellt sich möglicherweise das Gefühl ein, die vorangegangenen hunderte Seiten "umsonst" gelesen zu haben, und dass dieser Teil der Handlung einfach nicht befriedigend abgeschlossen wurde.
Aber das kommt auf den Einzelfall an, ich denke, man kann so etwas mit ein wenig Geschick auch gut umsetzen.

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Samira-Jessica am Fr Nov 13, 2015 5:13 am

@KleineLady schrieb:Ankhs Frage fand ich sehr gut, warum denn dann die Hauptfigur die Hauptfigur sein soll. Warum machst du die Nebenfigur, in die du dich besser reinfühlen kannst, zur Hauptfigur? Was spricht dagegen?

Mit von innen und außen war sicher gemeint, dass, wenn du aus Perspektive von Figur A schreibst, man in der Regel auch ihre Gedanken und Gefühle schreibt, der Leser sie also von innen kennenlernt. Von außen wäre dann, wenn du aus Perspektive von Figur B schreibst, wie sie auf Figur A trifft (von der wir ja das Innenleben kennen), und zeigst, wie A auf B wirkt. B kann ja in A nicht reinschauen, sie also nur von außen beschreiben/zeigen.

Klar soweit?

Federgruß
Nina
Erstens, weil mir eben, wenn ich über die Beiden, über ihre Geschichte, ihren Weg, nachdenke, zur Hauptfigur viel weniger einfällt als zur 'Nebenfigur'. (Noch ist ja nichts geschrieben)
Und zweitens, wie du so schön geschrieben hast, weil ich die Nebenfigur bzw. deren Geschichte und ihren Weg, den ich im Kopf habe, interessanter finde und ich mich in sie viel besser reinfühlen kann.

Ja, das mit "innen" und "außen" hab ich jetzt soweit verstanden, danke Nina! Smile
Nur stellt sich mir hierzu jetzt wieder eine neue Frage:

Wenn ich Figur A in der ersten Szene bspw. von innen beschreibe, muss ich sie dann immer von innen beschreiben oder kann ich innen und außen bei einer Figur wechseln?

@Anjana schrieb:@Samira-Jessica:
Vielleicht braucht die Nebenfigur auch eine eigene Geschichte? Eine Art Spin off?

Übrigens, wenn du weiterhin unsicher bist, kannst du auch in einem Projektforum mit jemandem am Plot arbeiten, wenn du möchtest. Manchmal ist das hilfreich, wenn man das konkret inhaltlich mit jemandem durchsprechen kann.
Was meinst du mit eigene Geschichte?
Meinst du in der Geschichte eine eigene Perspektive, einen eigenen 'Strang'?

Hm, der Vorschlag hört sich gar nicht mal so schlecht an! Abgesehen davon, dass ich vor dem richtigen Ploten noch einige Fragen zu beantworten habe, damit die Handlungen sinnvoll sind...
@Ankh schrieb:
@Samira-Jessica schrieb:
Hm, nein, die "Nebenfigur" ist in meinem Fall keine der Hauptfigur untergestellten, sondern eher eine, die eine Zeit lang mit ihr als Begleiterin, eigentlich, auftretten soll. In meinen Gedanken zu den beiden wird aber eher die Hauptfigur zu Begleiterin, weil mir eben zu ihr weniger, oder sogar nichts, einfallen will.

Es geht ja nicht darum, dass die eine der anderen unterstellt ist. Vielleicht hat ja die Hauptfigur das Problem, um das es in deiner Geschichte geht, dann ist es auch logisch, dass sich die Geschichte im Grunde um sie dreht. Nur bedeutet das nicht, dass sie auch die Aktivste darin sein muss, das Problem zu lösen. Dornröschen hat z.B. den Großteil ihrer eigenen Geschichte einfach verpennt. Da macht es keinen Sinn, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu erzählen. Trotzdem bleibt sie die Hauptperson, weil der Plot sich nun einmal um sie dreht.

Wie Nina schon sagte, "innen" bedeutet, dass ich das Innenleben der Figur, ihre gefühle und Gedanken erfahre. Das passiert meist nur bei dem Charakter, aus dessen Perspektive du erzählst. Alle anderen Figuren erlebt dieser Perspektivcharakter dann "von außen", d.h. er sieht ihre Aktionen, hört ihre Worte, aber was sie wirklich denken bleibt ihm verborgen.
Das ist manchmal ein ganz praktisches Werkzeug beim Schreiben. Sherlock Holmes beispielsweise ist unzweifelhaft der Hauptcharakter seiner Geschichten. Trotzdem bekommen wir die Geschichten aus der Sicht von seinem Begleiter Watson erzählt. Watson beobachtet, was SH tut, manchmal erklärt ihm SH auch etwas, aber die meiste Zeit kann Watson (und der Leser) nur rätseln, was SH denkt, weiß und vorhat. Das erzeugt natürlich Spannung. SH weiß oder ahnt vielleicht schon in der Mitte der Geschichte, was los ist, und braucht nur noch einen Beweis oder eine Bestätigung. Würden wir seine Gedanken lesen können, wäre die Geschichte aber ab diesem Punkt nicht mehr spannend und rätselhaft. Also werden wir aus SHs Kopf in den von Watson verbannt, der bis zum Ende genauso ahnungslos ist wie der Leser. Das erhält zum einen sie Spannung, zum anderen macht es SH bewusst zu einer undurchschaubaren, mystischen Figur. 
Ein anderer Klrimiautor, der genial damit spielt ist Boris Akunin in seinen Fandorin-Büchern. Viele davon sind (zunächst) aus der Sicht von Nebenfiguren geschrieben, und Fandorin ist so ein typischer Sherlock Holmes Charakter: weiß alles, durchschaut alles, ist immer zur rechten Zeit am rechten Ort etc. Doch ab und zu schaltet Akunin um auf Fandorins Sicht, und dann erfährt man, dass der große Detektiv auch nur mit Wasser kocht: Er gerät in blöde Situationen, überlebt nur mit Glück, macht Fehler etc, nur bekommt das eben nie jemand mit Wink  (außer der Leser). Das zerstört zwar einerseits die Mystik um ihn, andererseits macht es ihn aber auch sofort unheimlich sympathisch.

Die Frage ist also, wie du deinen Hauptcharakter darstellen willst. Wenn ihre Gedanken und Gefühle wichtig sind, dann solltest du die Geschichte aus ihrer Sicht schreiben, auch wenn sie selbst eher passiv und in der Rolle einer Beobachterin bleibt (das setzt natürlich voraus, dass sie in entsprechenden Actionsituationen zumindest anwesend ist). (1) Oder du beschreibst die Geschichte deiner Hauptfigur aus der Sicht der Nebenfigur, das ist überhaupt kein Problem, so lange die Hauptfigur und ihr Problem in irgendeiner Form interessant ist. (2) Oder du wechselst hin und her, wen beide Figuren interessante Aspekte in die Geschichte einbringen. Vielleicht interpretiert Figur A die Ereignisse z.B. völlig anders als Figur B, und die Diskrepanz verursacht irgendwann einen Konflikt zwischen den beiden?
Hey, das ist interessant, was du da beschreibst!

Hm, das sind beides gute Idee, nur müsste ich doch dann bei (2) den Strang nochmal teilen, oder nicht? In die Geschichte von A und in die von B...
Im Moment ist es aber so vorgesehen, dass sie zusammen am selben Ort auftreten und mit denselben Personen zutun haben.... Nur dass sich eben rausstellt, dass Figur B magisches Talent aufweist, was sie zu einem anderen Weg als Figur A bringt ...

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Ankh am Fr Nov 13, 2015 9:34 am

Hm, das sind beides gute Idee, nur müsste ich doch dann bei (2) den Strang nochmal teilen, oder nicht? In die Geschichte von A und in die von B...
Im Moment ist es aber so vorgesehen, dass sie zusammen am selben Ort auftreten und mit denselben Personen zutun haben.... Nur dass sich eben rausstellt, dass Figur B magisches Talent aufweist, was sie zu einem anderen Weg als Figur A bringt ...

Wenn beide die gleiche Geschichte erleben, musst du nix teilen. Aber wenn sich offenbar ihre Wege irgendwann trennen, dann hat natürlich jede einen eigenen Strang. Nur würde ich versuchen, die Stränge am Ende wieder zusammenzuführen, sonst hast du am ende zwei geschichten, die bis auf den Anfang nichts miteinander zu tun haben.
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Samira-Jessica am Sa Nov 14, 2015 7:03 am

Hm, ich glaube, ich hab das ungeschickt erklärt.

Die beiden spielen im selben Strang, erleben also dieselbe Geschichte, nur dass eine der Beiden dann eben Magie erlernen muss, während die andere derweil andere Aufgaben hat..

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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Ankh am Sa Nov 14, 2015 7:59 am

Genau das meine ich ja damit, dass sich ihre Stränge teilen. Die Eine geht den einen Weg (Magie lernen) die Andere den anderen (irgendwelche Aufgaben). Beide machen in diesem Abschnitt unterschiedliche Erfahrungen, entwickeln sich vielleicht in unterschiedliche Richtungen. Wenn sie sich wieder treffen, können sie wieder gemeinsam an derselben Sache arbeiten, aber sie bringen beide unterschiedliche, neue Erfahrungen mit ein.
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

Beitrag  Samira-Jessica am Sa Nov 14, 2015 9:29 am

Ok, nur sollen sich die beiden am selben Ort aufhalten, im selben Haus und auch miteinander zutun haben...

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Samira Jessica



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Samira-Jessica
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Re: Haupthandlung wird zur Nebenhandlung

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