Mitteldeutscher Rundfunk

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Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Schnuddel am Di Okt 08, 2013 7:55 pm

Hallo liebe Tintenkleckser,

ich habe Euch hier einen Link eingestellt. Einen Link zur Siegesgeschichte der diesjährigen Kurzgeschichten-Ausschreibung des Mitteldeutschen Rundfunks.
Und wieder einmal frage ich mich, warum wir uns wegen des Schreibens alle so einen Kopf machen. Schreiben wir doch, wie und wonach uns gerade ist.

Link: http://www.mdr.de/mdr-figaro/literatur/literaturwettbewerb-zweitausenddreizehn100.html

Ich wusste schon immer, dass ich von Literatur keine Ahnung habe. Jetzt werde ich um Mitternacht meine Schreibratgeber auf einen Haufen werfen und im Schein der Flammen um das Feuer tanzen. Twisted Evil 

Wer dabei sein will, bitte melden. Wird lustig.

Liebe Grüße
Renate

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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Evra am Di Okt 08, 2013 8:38 pm

Also, das ist ja ... wie soll ich nur beschreiben, wie ich mich jetzt fühle ... mir fehlen die Worte ...

*michschweigendzuschnuddelgesellundmitihrumdasfeuertanz* :teufel:
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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Wordhunter am Di Okt 08, 2013 9:03 pm

Und wieder einmal frage ich mich, warum wir uns wegen des Schreibens alle so einen Kopf machen. Schreiben wir doch, wie und wonach uns gerade ist.
Oh Mann, ich habs gelesen. Es war ergreifend! Zum Niederknien!  :kotzen: 
Stimmt, warum machen wir uns eigentlich so viel Mühe? Es geht doch auch anders. Wir sollten mal komplett umdenken und alles vergessen, was wir bis dato gelernt haben. Ich gebe demnächst meiner Tochter (wenn sie alle Buchstaben kennt) einen Stift in die Hand und sage: Schreib mal und ich sitze so daneben: 🍿. Ganz entspannt und Beine hochlegend. Laughing 


Ich wusste schon immer, dass ich von Literatur keine Ahnung habe. Jetzt werde ich um Mitternacht meine Schreibratgeber auf einen Haufen werfen und im Schein der Flammen um das Feuer tanzen.  
Okay, ich habe zwar nur zwei, aber wenn ich die dazu werfen darf, wird es bestimmt ein Höllenfeuer. Twisted Evil 
Ja, lasst uns still beisammen stehen und den Flammen zusehen.

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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Herzeloyde am Di Okt 08, 2013 9:09 pm

Ich komm auch! Habe *schnellzumBücherregalguck* sechs Schreibratgeber, das wird ein schönes Feuerchen :teufel: 

Auf zum Zügellosen Schreiben. Bin dabei. Worauf warten wir noch? :2thumbs:
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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Evra am Di Okt 08, 2013 9:14 pm

Ups *schnellzurückrenn* Hab meine Schreibratgeber ganz vergessen ... Embarassed 

Auf ein paar müssen wir aber verzichten, die sind als E-Book auf meinem Tablet, und wenn das brennt, stinkts so fürchterlich ...
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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Wordhunter am Di Okt 08, 2013 9:26 pm

Ach, immer rein mit dem Tablet ... :muhaha:

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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  summergirl am Di Okt 08, 2013 9:29 pm

Ich hab mir die Vorgaben für die Ausschreibung nicht angesehen, kann sie mir aber ungefähr so vorstellen:
Egal was, egal wie, Hauptsache fünf Seiten.

Yaeiiii!

Gab es da auch einen Lektor? Oder vielleicht war das die einzige Geschichte, die eingesendet wurde?
Fragen über Fragen ...

Ok, dann werde ich jetzt mal fleißig Füllwörter killen, meine Satzstellungen kontrollieren und mich garantiert NIE dort bei einer Ausschreibung beteiligen. Warum? Weil die nicht das wollen, was ich schreibe. Und wenn ich dort mitmache und eine solche Geschichte gewinnt, müsste ich ganz dolle an meinem Verstand zweifeln. Daher: Hat wer was gelesen? Ich nicht.

Schreibratgeber-Feuer? ICH MACH MIT!

LG Birgit

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Ich kann ALLES! Und wenn ich es noch nicht kann, kann ich es lernen!!!!
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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Anjana am Di Okt 08, 2013 9:43 pm

Naja, es ist die Frage, was sonst noch eingesendet wurde Wink

Einige literarische Kniffe sind in dem Text schon gut zu erkennen, wenngleich ich sie auch nicht wirklich gut umgesetzt finde. Allerdings muss ich gestehen, hat die Frage, worum es in dem Text zentral gehen soll immer bis Seite 3 gebracht. Danach hab ich es nur noch überflogen, aber das ist bei literarischen Texten bei mir keine Seltenheit.^^

Dennoch Aufbau und Handlungsfaden sind mir zu wirr und auch das literarische Spiel mit den Worten ist zu ungelenk und die Verknüpfung von Inhalt und Stil irgendwie daneben gegangen oder nicht vorhanden.

Das zumindest ist mein Eindruck. Allerdings ist eine gewisse handwerkliche Basis durchaus erkennbar, finde ich. Aber genau deswegen ist literarisches Schreiben eben doch noch um ein vielfaches schwieriger als belletristisches.

Beim Schreibratgeber verbrennen bin ich dabei. Ausser meinen Clark. Der ist so genial, der wird niemals nich verbrannt. (Ist aber auch eigentlich kein Ratgeber, sondern eher eine Art Bedienungsanleitung für Schreibwerkzeuge^^)
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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Schnuddel am Di Okt 08, 2013 10:50 pm

Ich wollte noch ein Eis ausgeben für denjenigen, der mir sagen kann, worum es in dem Text eigentlich geht. Laughing   (nein, hab es schon gerafft, aber es hat ein wenig gedauert, so bis Seite 3 oder 4, genau kann ich das nicht sagen)

Liebe Anjana, heißt das, dass man beim literarischen Schreiben machen kann, was man will? Die Frau ist preisgekrönt! Wenn ich früher so geschrieben habe, bekam ich dafür keinen Preis. Ich dachte eher, meine Deutschlehrer hassen mich. Twisted Evil 

Ist es das, was man unter: 'überzeugend sprachlich eigene, neue Wege beschreiten' nennt? Ich will das wissen, denn beim Würther Literaturpreis bin ich rausgeflogen: mein Text war lesbar und verständlich. Und die Anforderungen der Ausschreibung verlangten genau das: überzeugend sprachlich eigene Wege gehen!
Damit ich das nächste Mal weiß, was man sich darunter vorzustellen  hat. Ist mein Ernst!   :fluch: 

Ich werde mir noch den zweiten und dritten Platz anschauen. Vielleicht gibt es Hoffnung.

Oder wir befreien uns aus den Niederungen und Ketten, die Schreibratgeber und Deutschlehrer uns angelegt haben, und lassen unseren Gedanken künftig freien Lauf. Erheben wir uns aus dem Sediment der Alltagsschreiberei, auf dass alle Konventionen darin verfaulen mögen.
Lasst uns Literatur verfassen!


Ich danke für Eure Aufmerksamtkeit und Anteilnahme. Zum Glück hatte ich nicht mitgemacht. Laughing

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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Anjana am Mi Okt 09, 2013 7:07 am

[quote]
Schnuddel schrieb:Ich wollte noch ein Eis ausgeben für denjenigen, der mir sagen kann, worum es in dem Text eigentlich geht. Laughing   (nein, hab es schon gerafft, aber es hat ein wenig gedauert, so bis Seite 3 oder 4, genau kann ich das nicht sagen)
Das kam definitiv erst nach Seite 3, denn die hab ich fast noch ganz gelesen, den Kern des Textes aber nicht gefunden Wink Aber ich mag eh kein eis, zumindest nicht oft und nicht im Herbst^^

Liebe Anjana, heißt das, dass man beim literarischen Schreiben machen kann, was man will? Die Frau ist preisgekrönt! Wenn ich früher so geschrieben habe, bekam ich dafür keinen Preis. Ich dachte eher, meine Deutschlehrer hassen mich. Twisted Evil 
Nein, man darf auch in literarischen Texten nicht alles machen. Aber es gibt doch einiges, in dem es sich von Belletristik unterscheidet. Sprachliche Experimente oder auffällige Schreibweisen, das Spiel mit Assoziationen, eine stärkere verknüpfung von Stil und Inhalt wären die auffälligsten Dinge, die ich für mich bisher herausfiltern konnte. Dort steht die Schreibe an sich, das Spiel mit den Worten oft mindestens so im Vordergrund, wie der Inhalt an sich, tritt manchmal sogar noch vor den Inhalt.
Im belletristischen Schreiben, als das, was wir hier alle verfolgen, steht eindeutig der Inhalt im Vordergrund. Die Sprache ist mehr Transportmittel für etwas, statt selbst das Kunstwerk zu sein.
Und gerade darin liegt die Schwierigkeit. Mit Sprache darf experimentiert werden, die ganze Bandbreite der grammatikalischen und orthografischen Möglichkeiten, aber die Chance, dass es schief geht, ist eben auch sehr groß. MMn ist es hier schiefgegangen, das sehe ich ja genauso. Aber der Text hebt sich dennoch von Anfängertexten ab, weil ich ein System dahinter erkennen kann. Den Versuch durch bewusst gesetzte Stilmittel etwas zu vermitteln. (Was sie vermitteln will, ist mir zwar nicht ganz klar geworden, aber dass der Text nicht einfach hingeschmiert ist, bzw. von jemandem geschrieben ist, der gar keine Ahnung hat, das sehe ich in dem Text schon.) Und das ohne dass ich wusste, dass sie preisgekrönt ist. Allerdings könnte das durchaus auch eine Rolle gespielt haben, denn (und das ist jetzt eine etwas böse Vernutung) in der literarischen Welt dürfte elitäres Selbstverständnis durchaus anzutreffen sein. Und was ist dafür weniger passend, als einen Text einer Preisträgerin zu bejubeln und der mittelmäßigen Breite zu sagen, sie könne die Genialität und den literarischen Wert eben nicht erkennen. Ob man es dann selbst versteht, ist nebensächlich, denn man findet untereinander schon einen Konsens, in dem der eine die Interpretationen des anderen begeistert aufnimmt, ihnen zustimmt und sie weiterträgt. Wer würde da dann reingrätschen und sich die Blöße geben, den Text nicht zu verstehen, oder gar schlecht zu finden.
Keine Ahnung, ob es bei diesem Text auch so gelaufen ist, aber diese Art von Gruppendynamiken habe ich schon häufiger (vor allem an der Uni^^) erlebt und dank meines Hobbys zu hinterfragen, auch das eine oder andere Mal entlarvt.

Ist es das, was man unter: 'überzeugend sprachlich eigene, neue Wege beschreiten' nennt? Ich will das wissen, denn beim Würther Literaturpreis bin ich rausgeflogen: mein Text war lesbar und verständlich. Und die Anforderungen der Ausschreibung verlangten genau das: überzeugend sprachlich eigene Wege gehen!
Damit ich das nächste Mal weiß, was man sich darunter vorzustellen  hat. Ist mein Ernst!   :fluch: 
Ich bin literarisch nicht besonders fit, das gebe ich ehrlich zu. Es gab bisher nur wenige Texte, die mich interessiert oder sogar begeistert hätten. Die allerdings waren auch durchaus lesbar und verständlich, aber durchaus von Schachtelsätzen durchsetzt und mit vielen Ausschweifungen und teilweise wirklich innovativen Bildern gespickt und oftmals eher interprativ zu erfassen, weil der Inhalt eben nicht klar und deutlich transportiert wurde, sondern zwischen den Zeilen stand. Und in allen texten, die mir gefallen haben, ist eine starke Bildung zu erkennen gewesen, die sich in Abschweifungen, Hinweisen, Vergleichen, etc. versteckt. Es ist definitiv eine Art zu Schreiben, die ich persönlich mir absolut nicht zutraue.
Das nächste Problem bei der Einschätzung dürfte auch die Subjektivität sein. MMn bewegt sich literarisches Schreiben eher im künstlerischen Bereich. Und dort ist man als Laie auch oft komplett ratlos, was als Kunst angesehen wird.

Ich werde mir noch den zweiten und dritten Platz anschauen. Vielleicht gibt es Hoffnung.
Gibt es die Texte irgendwo eigentlich auch direkt zum lesen, oder überall nur als Downloads?

Oder wir befreien uns aus den Niederungen und Ketten, die Schreibratgeber und Deutschlehrer uns angelegt haben, und lassen unseren Gedanken künftig freien Lauf. Erheben wir uns aus dem Sediment der Alltagsschreiberei, auf dass alle Konventionen darin verfaulen mögen.
Lasst uns Literatur verfassen!
Beim Befreien von den Ketten der Ratgeber bin ich voll bei dir Wink Literatur steht als Experiment allerdings tatsächlich auf meinem Zettel. Irgendwann will ich mich daran versuchen. Aber bis dahin wird noch einiges an Zeit vergehen. Wink
Ich bin dafür: Lasst uns gute Text verfassen, egal ob Literatur oder Belletristik! :anbet: 

Okay, wahrscheinlich war dir gar nicht nach so ausführlicher Antwort zumute, aber ich schick sie jetzt trotzdem ab Wink

lg
Ani
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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Herzeloyde am Mi Okt 09, 2013 9:14 am

Also wenn wir uns hier über den Unterschied zwischen U- und E-Literatur unterhalten wollen, dann fühl ich mich fast verpflichtet, meinen Senf dazu zu geben, ich hab beides studiert und mich entsprechend oft mit dieser Frage konfrontiert gesehen. Im Arbeitsalltag der Volksliteratur (so hiess das Studienfach damals) sah es so aus, dass man sich mit allen Texten beschäftigte, die der Germanistik nicht gut genug waren. Das ist aber leider keine sehr präzise Unterscheidung.

Darum meine bescheidenen Erkenntnisse als Ergänzung:

In der Regel ist U-Literatur mehr oder weniger Shema-geprägt. Das kann zum Beispiel die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Genre sein, das schon gewisse Regeln mitbringt. Des weiteren wird sie, in stärkerem Masse als die E-Litertaur, das Weltbild des Lesers bestätigen. 

Die E-Literatur ist im Gegensatz dazu stärker von Innovation geprägt. Sie beschreitet neue Wege, bricht Regeln auf und beabsichtigt nicht selten, den Leser zu verblüffen oder gar zu schockieren. Das geht aber nur, wenn man die Tradition in die man sich stellt, aus dem ff kennt.
Ausserdem spielt sich Literatur in der Regel auf mehreren Sinnebenen ab, die sich zur reinen Handlung gesellen. z.B. Themen der Weltliteratur, die anders wieder aufgenommen und weiterverarbeitet werden, je nach zeitlichem/geographischem Kontext verborgene politische Anspielungen usw. Literatur versucht in der Regel mehr zu sagen, als das, was strikt in Worte gefasst ist.
Und dann natürlich was Anjana schon gesagt hat. In der Literatur ist die Sprache bereits ein Teil der Kunst.

Ich habe meine Gründe, warum ich mich der U-Literatur verschrieben habe. :anbet:
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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Schnuddel am Mi Okt 09, 2013 9:12 pm

Hallo Ani,

ich hätte es wissen müssen. Wenn man dir eine Frage stellt, bekommt man einen Roman zurück. Laughing 

Deine Ausführungen waren aber sehr interessant. Deine Anmerkungen, was Interpretation und Bewunderung betrifft, auch wenn man den Text selber vielleicht gar nicht verstanden hat, lassen sich auf viele Bereiche anwenden.
Ich denke an Kunst im eigentlichen Sinn. Da gebe ich aber unumwunden zu, kein Kenner zu sein.

Beim literarischen Schreiben ist die Sprache selbst also schon als Kunst zu betrachten. Uh, da würde ich mich aber auf sehr wackeligen Beinen auf Neuland begeben. Trotzdem habe ich jetzt eine bessere, noch keine klare, aber eine bessere Vorstellung davon, was unter 'neu' zu verstehen ist.


Allerdings könnte das durchaus auch eine Rolle gespielt haben, denn (und das ist jetzt eine etwas böse Vernutung) in der literarischen Welt dürfte elitäres Selbstverständnis durchaus anzutreffen sein
Damit kann man sich jetzt trösten. An dem Wettbewerb durften nur Schreiber teilnehmen, die schon etwas veröffentlicht hatten. Bitte mit Angabe: was, wann und wo. Ich weiß jetzt nicht mehr genau, ob die Beiträge trotzdem anonym eingereicht wurden und diese Informationen eben in der Vita aufzuführen waren, dass hatte mich nicht mehr interessiert - aus naheliegenden Gründen. Wink


Gibt es die Texte irgendwo eigentlich auch direkt zum lesen, oder überall nur als Downloads?
Das weiß ich nicht. Ich hatte mir auch nur diese Seite angesehen und war neugierig.


Lasst uns gute Text verfassen, egal ob Literatur oder Belletristik!
Das unterschreibe ich! An die Arbeit. Die nächste Herausforderung kommt bestimmt.

Vielen Dank für deine Ausführliche Analyse und einen schönen Tag. sunny


Zuletzt von Schnuddel am Mi Okt 09, 2013 9:31 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Schnuddel am Mi Okt 09, 2013 9:31 pm

Guten Morgen Noemi,



Die E-Literatur ist im Gegensatz dazu stärker von Innovation geprägt. Sie beschreitet neue Wege, bricht Regeln auf und beabsichtigt nicht selten, den Leser zu verblüffen oder gar zu schockieren. Das geht aber nur, wenn man die Tradition in die man sich stellt, aus dem ff kennt.
Das klingt nach Experiment. Eigentlich nach einer Herausforderung. Ihr beiden macht mich mit eurem Wissen über Literatur so platt, dass ich echt nicht weiß, was ich antworten soll. Nur so viel: Ihr habt mir beide sehr geholfen.  Und deinen Text werde ich mir ausdrucken, für den nächsten Würther Literaturpreis. Laughing

Ich danke Dir für deine aufschlussreiche Zusammenfassung, damit kann ich schon sehr viel anfangen. :anbet: 

Und ich werde mich ein wenig näher mit dem Thema beschäftigen. Wenn das meine Deutschlehrer wüssten - dann wär's ihnen auch egal. Laughing 

Vielen lieben Dank und einen schönen Tag wünsche ich dir. sunny

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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

Beitrag  Anjana am So Okt 13, 2013 4:15 am

Huhu Noemi,

danke für deine Ausführungen. Da merkt man, dass du dich da um einiges besser auskennst. Smile

Diese Unterscheidung von U- und E-Literatur ist ja für viele schon deswegen schwierig, weil das Wort Literatur ja schon unterschiedlich gebraucht wird. Einmal bedeutet literarisch einfach nur in Textform, in Abgrenzung zu Musik usw und dann wiederum wird es wie eine inhaltlich-qualitative Einschätzung gebraucht.

Aber gerade die mehreren Ebenen und die Gesellschaftskritik waren die Dinge, die ich mit der Bildung meinte, die mir in den wenigen literarischen Texten begegnet sind, die mir gefallen haben.
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Re: Mitteldeutscher Rundfunk

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