Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

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Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  DrJones am Fr Mai 04, 2018 8:43 am

Wir hatten vorhin in einem anderen Thread das Thema "Tarotkarten".
Es gibt Methoden, diese auch fürs Schreiben von literarischen Texten
zu verwenden. 
Ich muss gleich vorab sagen, dass ich vom Thema "Tarot" so gut wie keine Ahnung habe.
Mich interessiert, ob und wie Ihr Euch mit Tarotkarten oder auch Runen etc. Inspirationen
holt zu: Plot, Figurenentwicklung, Figurenschicksal etc.
Habt Ihr da schon Erfahrungen gesammelt? Welche Literatur könnt Ihr dazu ggf.
empfehlen?

Ich selbst erinnere mich an einen "Tarot und Schreiben" Artikel in der Federwelt, den ich gerade fieberhaft suche. Wink
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Literia am Fr Mai 04, 2018 9:32 am

Kuckucks,

wie im anderen Thread bereits geschrieben, habe ich das bisher noch nicht gemacht. Allerdings kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass sich durch ein Tarot ganze Handlungen legen lassen.
Und muss auch dazu sagen, dass ich mir das durchaus spannend vorstellen kann.

Es gibt ja verschiedene Tarot, die gelegt werden können und dann hat jede Karte ihre Bedeutung oder eben auch mehrere Deutungsmöglichkeiten.
Aktuell fällt mir gerade immer wieder nur der Turm als Karte ein. Eine eigentlich sehr düstere Karte, in der je nach Tarot ein bis drei Menschen vom Turm stürzen. Man möchte in erster Idee eigentlich an Tod bzw. auch Freitod denken. In vielen Tarot steht die Karte aber insbesondere für Veränderung oder ein Ende.
Stelle ich mir also vor, dass ich diese Karte fürs Plotten oder auch zur Entwicklung von Charakteren ziehe, kann ich mir dazu schon eine Menge zusammen spinnen - sicherlich Hilfreiches, wenn ich gerade erst beginne zu entwickeln oder zu plotten. Oder auch feststecke.

Mittlerweile reizt mich das Thema ja schon ein bisschen =)

Die Federwelt in der es drin steht ist die 2017/6. Aber der Text ist über Google und Federwelt Tarot auch zu finden. Dritter oder vierter Link war es Wink
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  DrJones am Fr Mai 04, 2018 9:52 am

Ah cool! cheers Richtig, die Rauhnächte waren es. Habe diese Federweltausgabe und werde mir den Artikel jetzt zu Gemüte führen. Smile

Ich könnte mir vorstellen, dass man durch das Legen der Tarotkarten sein Unterbewusstsein dazu anregt, dem Oberstübchen was mitzuteilen. Durch die gelegten Karten bekommt man somit Anregungen.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Alys am Fr Mai 04, 2018 8:47 pm

Wow, Tarotkarten - auf die Idee wäre ich nie gekommen. Muss aber auch gleich dazu sagen, dass ich mich damit auch kaum auskenne. Deshalb auch gleich eine Verständnisfrage von mir: grundsätzlich ist es doch so, dass man mit Hilfe des Tarots versucht, sich unbewusste Gedankengänge und Zusammenhänge aufzuzeigen, oder?

Einerseits denke ich, dass das schon einen Kreativitätsschub geben kann (ähnlich wie diese unsinnigen Plotgeneratoren - die ich trotzdem manchmal verwende), andererseits muss dann die mit dem Tarot entwickelte Geschichte doch auch nicht unbedingt für ein Buch geeignet sein, oder?

Auf jeden Fall würde mich sehr interessieren, wie Ihr das handhabt. Neue Impulse sind immer gut.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Ankh am Sa Mai 05, 2018 12:17 am

Also wie gesagt, ich habe das schon mehrfach gemacht, vor allem bei Plotproblemen.

Beim Tarot geht es im Grunde darum, neue Denkanstöße zu bekommen. Man zieht zu einer Frage Karten, die alle eine individuelle Bedeutung haben. Dadurch, dass man diese Bedeutung im Kontext der Frage (oder umgekehrt) betrachtet, betrachtet man seinen Plot oft aus einem völlig neuen Blickwinkel, was hilft, dass man vorn dort aus weiterkommt, wo man vorher fest hing. 

Es gibt Legesysteme zu bestimmten Fragen, Legesysteme zu einer Gesamtsituation, Legesysteme für Beziehungen etc., da suche ich mir dann das Passende raus, als wäre meine Figur mein Frager. Man kann aber auch einfach so eine oder mehrere Karten ziehen, um einfach mal einen Impuls zu bekommen für einen Konflikt, ein Ziel oder eine Stimmung. 

Einmal habe ich auch Karten gelegt und sie von anderen Tarotkundigen deuten lassen. Das gibt dann ein bisschen mehr Distanz, was einerseits gut sein kann, wenn man in seinem Denken zu festgefahren ist, andererseits musste ich da dann teilweise eine Menge Hintergrund erklären und hatte trotzdem das Gefühl, dass da manchmal karten falsch zugeordnet wurden, weil der Deuter die Figuren eben nicht so kennt wie ich und nicht merkt, wenn etwas einfach nicht passt.

Im selben Experiment hat mir @Kelpie übrigens auch noch Runen geworfen, das war auch spannend, aber dazu kann sie sicher mehr erzählen.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Earu am Sa Mai 05, 2018 12:25 am

Ich habe schon als Teeny Tarotkarten gelegt. Hat mich fasziniert, auch wenn die vorausgesagte Zukunft nie eintraf. Laughing Vor ein oder zwei Jahren habe ich auch davon gehört, dass man mit Tarotkarten ganze Geschichten plotten könnte. Das hat mich dermaßen fasziniert, dass ich mittlerweile ein großes Tarotkartenset gekauft und den Google-Link zu diesem Plotschema im Browser offen habe. Irgendwann, wenn ich Zeit und Lust habe, will ich es mal versuchen. Gerade weil die Karten nicht nur eine einzelne Bedeutung haben, sondern oft sogar sehr unterschiedlich gedeutet werden können, können sich da sicher tolle Geschichten daraus machen lassen.

@Lit
Die Bedeutung der Tarotkarte, die du schilderst, ist in meinem Tarotkartenset aus meiner Jugend der Tod. Der steht für Umbruch und selten für einen tatsächlichen Tod. Den Turm kann ich gerade nicht mehr zuordnen. Mich faszinierte ja meistens der Mond, der für den Rückzug in sich selbst und das Nachdenken über die eigene Situation steht, wenn ich es gerade richtig zusammengefasst bekomme. Wobei ich nicht ausschließen kann, dass die Karten auch nicht immer dieselbe Bedeutung haben, je nach Erklärung.

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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Ankh am Sa Mai 05, 2018 12:31 am

Der Turm steht für Zerstörung, eine Katastrophe, einen Umbruch, ein Unfall. Auch wenn "Umbruch" neutral klingt, ist es doch eine ziemlich negative Karte. 
Der Tod ist ein Abschied, Loslassen, Verlust oder ein natürliches Ende. Es kann auch Platz machen für etwas Neues. Allgemein wirkt er auf mich weniger negativ, abrupt und zerstörerisch als der Turm.

@Earu Könntest du den Link zu diesem Plotschema mal posten?
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Earu am Sa Mai 05, 2018 9:45 am

Embarassed Na ja, es ist nur die Google-Suche "plotten mit Tarot". Ich habe mich da noch nicht eingelesen, obwohl ich es schon seit einer Ewigkeit tun will. Also, da braucht wohl keiner einen Link. Die Google-Suche kann jeder mit diesem Suchbegriff nachmachen.

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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Alys am Sa Mai 05, 2018 10:20 pm

Ich muss gestehen, ich bin fasziniert. Mit dem Thema hatte ich bisher so gar nichts am Hut, und ich denke auch, es würde für mich keinen Sinn machen, dass ich mich selbst ins Tarot legen einarbeite nur um es mal auszuprobieren. Trotzdem finde ich es brennend interessant, wie Ihr an die Sache herangeht.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  DrJones am Sa Mai 05, 2018 10:29 pm

Ich hatte mir nach dem Federwelt #109 Artikel ("Raunächte") zwei verschiedene Tarotkarten-Sets besorgt und ein Buch dazu, bin jedoch nicht dazu gekommen, es mal auszuprobieren. Das wird sich nun ändern. Ich arbeite mich gerade ein.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Ankh am So Mai 06, 2018 12:06 am

Ich habe da kein Extra-Buch dazu. Also ich habe eins für die Bedeutungen, und das hat auch ein paar Legesysteme, aber ich habe kein Buch jetzt extra zum Plotten. Ich behandle die Situationen und Figuren, die ich untersuchen will einfach, als wären sie real, und oft benutze ich auch ganz eigene einfache Legesysteme.

Zum Beispiel, wenn es um die Beziehung zwischen zwei Figuren geht. Dann lege ich links auf den Tisch die Karten von Figur A und rechts die von Figur B. Und dann beginne ich, Fragen zu stellen:

Wie sieht sich Figur A? -> auf den linken Stapel. Wie sieht sich Figur B? -> auf den rechten Stapel.

Als nächstes dann, da es ja um die Beziehung der beiden geht: Wie sieht Figur B Figur A? -> linker Stapel. Wie sieht Figur A Figur B? -> rechter Stapel.

An dem Punkt könnte schon der erste Konflikt auftauchen. Angenommen, Figur A sieht sich als Vater und B als Mutter. Figur B aber sieht sich als Narr und B als Mentor. Das könnte leicht zu Missverständnissen führen ...

Man könnte auch noch beliebig viele weitere Karten auf die Stapel legen, um die Figuren besser kennenzulernen. Was ist ihre Vergangenheit? Was sind ihre persönlichen Ziele? etc.

Ansonsten lege ich eine Karte in die Mitte, das, was "zwischen ihnen ist". Je nach Bedeutung der Karte könnte das etwas sein, das sie verbindet, oder auch ein Hindernis, das zwischen ihnen steht.

Danach könnte man z.B. drei Karten ziehen, die den Weg um das Hindernis herum bilden. Deren Bedeutung sind dann wieder kleine Hindernisse, die überwunden werden müssen, oder Erkenntnisse, oder Fähigkeiten, die es braucht, damit die beiden zusammen finden, oder einfach, wie sich ihre Beziehung mit der Zeit entwickelt.

Oder man legt eine Karte quer über das "Hindernis", sozusagen als Brücke. Was braucht es, um das Hindernis zu überwinden? Und auch hier könnte man links und rechts davon je noch eine Karte anlegen: Wer von den beiden baut diese Brücke? Wer geht darüber? Ist es ein Teamwork oder erobert einer den anderen? Wie empfindet der andere diese Eroberung? Welche Fragen da genau beantwortet werden, hängt von den Karten ab, aber wenn man nicht die Antwort bekommt, die man sucht, kann man immer neue Karten auf dieselbe Stelle legen, bis man eine Ahnung hat, was da vor sich geht.

Zuletzt kann man die beiden "Personenstapel" noch in die Mitte nebeneinander rücken und auf beide eine gemeinsame Karte ziehen: Das ist dann das, was sie verbindet; die gemeinsame Zukunft, oder das gemeinsame Ziel, das sie Errungen haben, oder vielleicht auch nur die Erkenntnis, dass sie einfach nicht zusammenpassen und ihre Beziehung/Freundschaft/Bekanntschaft in der Katastrophe münden wird. Was ja auch ne interessante Geschichte sein kann Wink
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Earu am So Mai 06, 2018 2:07 am

Das Coole an den Karten sind aber auch die Bilder. Mal von den Bedeutungen der Karten abgesehen, kann man doch theoretisch auch die Bilder der Karten miteinbeziehen. Den Turm z. B. also wörtlich nehmen wie beim Turm von Rapunzel. Somit würden sich die Möglichkeiten noch steigern.

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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  DrJones am So Mai 06, 2018 3:08 am

@Earu

Gute Idee! Oder einen Aspekt davon, was beim Turm eine größe Höhe wäre.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Earu am So Mai 06, 2018 3:35 am

Ganz genau. Oder etwas, das man als Autor damit verbindet. Aufgrund seiner Erlebnisse und Erfahrungen. Da gibt es so viele weitere Möglichkeiten.

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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Kelpie am So Mai 06, 2018 5:26 am

Ich habe mir ja tatsächlich von @Ankh und noch jemandem aus einem anderen Forum Tarotkarten zu einem Plotproblem legen lassen und das Ergebnis hat mich ein ganzes Stück weitergebracht. Da sind schon ziemlich viele Mauern gefallen und eine Menge Wege haben sich aufgetan.

Zu den Runen: Das war da auch die einzige Gelegenheit, wo ich mal Runen dazu geworfen habe (also für uns beide, Ankh). Auch eher spaßeshalber, auch wenn es natürlich trotzdem gut funktioniert hat. Runen sind ja auf den ersten Blick nur ein paar Striche bzw. ein Wort als Bedeutungsebene, da kann man alles mögliche reininterpretieren. Und für einen zweiten Blick würde ich mir das Runenwerfen nicht antun: Wenn man sich da nun erst in die Quellen usw. einliest, in mögliche Visionsmethoden und die nordischen Runengedichte womöglich noch selbst entziffert, um in seinem Roman weiterzukommen, dann kann man gleich zu Maumau-Karten greifen  Laughing


Wie gesagt - spaßeshalber kann man das ruhig machen, aber vom ernsthaften Runenwerfen wie es heutzutage jeder macht und wie es überall im Netz angepriesen wird, halte ich nichts.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  DrJones am So Mai 06, 2018 7:11 am

Runen. Wie cool. Smile 

Ich habe noch einmal den Federwelt Artikel von Stefan Schwidder gelesen.
Am Ende des Artikels steht etwas zu speziellen Plotkarten.

Auf Stefan Schwidders Autorenwebsite gibt es seinen Federwelt Artikel:

Federwelt Artikel
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Literia am So Mai 06, 2018 8:10 pm

Ich finde das mit dem Tarot mittlerweile so spannend und halte das für eine echt schöne Entwicklungshilfe. Sei es nun beim Plot, bei Charakteren oder bei Beziehungen zwischen den Charakteren.

Bei Amazon war ich dann allerdings schon wieder überfordert mit den ganzen verschiedenen Tarots, ihren Namen und der Anzahl der Karten. Hier 54, da 74...
Ich glaub, ich muss mir den Artikel in der Federwelt noch einmal genau durchlesen, bevor ich doch darüber nachdenke, mir ein Set inkl. Buch zuzulegen
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  DrJones am So Mai 06, 2018 9:33 pm

@Literia

In der Federwelt steht zum Tarot selbst nur ein Beispiel einer Legung. Wikipedia wäre da evtl. informativer, was die verschiedenen Sets angeht. Oder Kundenbewertungen in Webshops. Da gibt es tlw. sehr ausführliche Bewertungen zu Tarotsets. Vielleicht findet sich dort ja eine vergleichende Beschreibung.

Wikipedia sagt zum Plotten:

Wikipedia/Rezension Tarot schrieb:Im Roman Das Schloss, darin sich Schicksale kreuzen (1973; italienischer Originaltitel: Il castello dei destini incrociati) lässt Italo Calvino in einem oulipistischen Spiel Menschen, die nicht miteinander sprechen können, ihre jeweiligen Geschichten anhand von Tarot-Karten erzählen, die auf einem Tisch ausgelegt werden. Die so entstehenden Legebilder ergeben, je nachdem, von welcher Seite aus man sie „liest“, so unterschiedliche Erzählungen wie die von Faust, Ödipus, Hamlet, Parzival, Roland oder Justine. Im Nachwort beschreibt Calvino das beinahe beliebig ausdeutbare Tarot als „Konstruktionsmaschine für Erzählungen“.




Zuletzt von DrJones am Mo Mai 07, 2018 8:48 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Anjana am Mo Mai 07, 2018 8:25 pm

Also Tarot ist ja deswegen so schön, weil es eben sehr assoziativ genutzt werden kann. In der Form durchaus auch in der therapeutischen oder pädagogischen Praxis, wobei das fast immer einen esoterischen Touch bekommt, den ich persönlich ungünstig finde. (dort würde ich eher mit anderen Bildern arbeiten) Dennoch finde ich Tarotkarten für die Selbsterfahrung und -entwicklung hochspannend. Eben weil ich durch die assoziativen Techniken zu sehr hilfreichen Erkenntnissen gelangen kann. Die Zukunftsdeutung ist dabei allerdings eine ganz andere Sache und aus meiner Sicht mit Vorsicht zu genießen. Ich schließe nicht aus, dass es hier faszinierende Erfahrungen geben kann, aber da auch hier alles assoziativ abläuft, sollte das immer mit einem Augenzwinkern betrachtet werden und nicht als festgelegte Vorhersehung. Aber auch hier kann es, wenn man die eigenen Reaktionen auf die vermeintliche Zukunftsvariante beobachtet, ebenfalls zu Klärung und Erkenntnis führen. 
Dasselbe gilt für die festgelegten Bedeutungen, die man so nachschlagen kann. Das liegt nahe bei der Astrologie, die ich ebenfalls etwas zwiespältig betrachte.


Ein schönes Forum zum Thema Tarot ist http://www.tarot.de/tarot-forum/ Da wird zwar ganz klassisch mit den Karten gelegt, aber doch auch vielfach sehr bodenständig damit umgegangen.

Die hohen Arkanen folgen übrigens im Grunde selbst schon der Heldenreise und beschreiben wichtige Lebensthemen in der klassischen Tarotarbeit. Sie also für Geschichten zu verwenden liegt eigentlich sogar recht nahe.

Ansonsten würde ich bei so etwas vorrangig nach Bauchgefühl entscheiden. Kann ich mit den Bildern was anfangen oder nicht. Kommen Assoziationen oder nicht...
Fürs plotten würden sich aus meiner Sicht die Rider-Waite-Karten anbieten, weil dort sehr häufig Figuren abgebildet sind, die direkt als Figur aus der Geschichte verstehbar wäre. Und man findet sehr viele Bedeutungen der Karten online, wenn man da nachschlagen will. Oder vielleicht Lenormand oder Kipper, weil dort häufig auch Begebenheiten abgebildet sind. (Beides kenne ich aber nicht wirklich)


@Literia: Banzhaf hat ja sehr viele Bücher zum Tarot geschrieben, aber ich finde gerade seine Beschreibungen auch fürs plotten sehr hilfreich, weil es nicht immer nur Stichworte sind und er auch Bücher hat, in denen er ganz konkret beschreibt, wie Karten auf bestimmten Legeplätzen zu deuten sind.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  DrJones am Di Mai 08, 2018 6:11 am

@Literia schrieb:Die Federwelt in der es drin steht ist die 2017/6.

Ich habe jetzt in die Federwelt 2017/6 geschaut. Zu Tarot habe ich darin allerdings nichts gefunden. scratch
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Literia am Di Mai 08, 2018 8:03 am

@Anjana Danke für die tollen Tipps. Ich muss mich irgendwann mal genauer damit beschäftigen. Vielleicht auch schon beim Plotten für den dritten Teil Wink

@DrJones Wenn ich nach Federwelt und Tarot google, wird mir die 2017/6 als dritter Link mit einer PDF angezeigt. Ich hab die jetzt nicht gelesen, aber es waren viele Tarotbilder drin. Kann natürlich sein, dass es um etwas Anderes ging als Tarot zum kreativen Schreibprozess zu nutzen.
Vielleicht sollte ich meine Sammlung auch einfach mal durchgucken, anstatt mich auf Tante Google zu verlassen. Zumindest bin ich mir genauso sicher wie du, dass es einen Beitrag genau dazu in der Federwelt gibt ????
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  DrJones am Di Mai 08, 2018 8:29 am

@Literia

Ja, es ist der Artikel "Kreatives Schreiben in den Raunächten" v. Stefan Schwidder
aus der Federwelt 109 vom Dezember 2014 / Januar 2015.
Ich habe die Ausgabe hier zu Hause. War ein Geschenk von Frau Gasch. Smile

P.S.: Ich sehe es gerade ... Das mit 6/2017 ist nur der Verzeichnisname, in dem das pdf liegt.
 ... wp-content/uploads/2017/06/Kreatives-Schreiben-in-den-Raunächten.pdf
An dem Datum wurde wahrscheinlich einfach der Upload des pdfs gemacht.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  Literia am Di Mai 08, 2018 11:15 am

@DrJones
Immer dieses komplizierte Internet. :D
Aber genau den Bericht meinte ich. Meinten wir. =)
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

Beitrag  DrJones am Di Mai 08, 2018 6:41 pm

@Literia

Da hast Du recht. Das Internet führt an vielen Stellen leider nur zu Verwirrungen und Missverständnissen. Wink

Ich war schon auf ein paar Tarotseiten unterwegs. Leider ist dort die Aufbereitung der
Informationen und die Besucherführung sehr schlecht gewesen, so dass ich nach kurzer Zeit die Seiten wieder
entnervt verlassen musste. Das reine Informations-Chaos.

Nichtsdestotrotz werde ich mal ein wenig weiter recherchieren, ob sich noch mehr Artikel zum Thema
"Plotten und Tarot" finden lassen.
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Re: Tarotkarten und wie man sie zum Schreiben von Geschichten verwenden kann.

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