Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

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Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Butterblume am Mi Sep 28, 2016 8:34 am

guten Abend,

gerade ist bei mir eine Frage aufgetaucht:
der Prolog und der Roman sind, bzw. werden im Präteritum geschrieben sein. Ist es dann machbar, dass der Epilog im Präsens geschrieben ist? Ich persönlich fände das nicht schlecht, denn das passiert ja einige Zeit, nachdem der Roman abgeschlossen ist...

was meint ihr?
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Ankh am Mi Sep 28, 2016 8:57 am

Machbar ist alles. Ob es das Richtige für deinen Epilog ist kann ich dir so nicht sagen.
Präsens hat eine andere Wirkung als Präteritum. Du schaffst nicht nur eine Distanz zur Handlung des Romans, sondern rückst auch sozusagen näher an den Leser ran. Wenn der Inhalt des Epilogs dazu passt, ist das möglicherweise ein gutes Stilmittel. Das würde ich aber entscheiden, wenn du den Roman geschrieben hast und dich ans Schreiben des Epilogs machst. So ein Epilog ist ja üblicherweise nicht lang, ggf. kannst du zwei Versionen schreiben und dann entscheiden, welche besser wirkt.
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Butterblume am Mi Sep 28, 2016 9:08 am

Das würde ich aber entscheiden, wenn du den Roman geschrieben hast und dich ans Schreiben des Epilogs machst.
@Ankh, genau das ist der Haken. Ich will den Epilog gleich schreiben, um einen Rahmen für meine Geschichte zu haben und dann mit dem eigentlichen Roman anfangen...
im Epilog will ich eigentlich nur kurz zeigen, was aus den Charakteren geworden ist...
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Ankh am Mi Sep 28, 2016 9:18 am

Dann schreib ihm doch im Präsens, wenn dir das im Moment stimmiger erscheint. Ändern kann man es am Ende immer noch. thumbsup
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Butterblume am Mi Sep 28, 2016 9:21 am

oder ich schreibe beides scratch  mal sehen. (ich glaube, "mal sehen" entwickelt sich gerade zu meinem Lieblingswort...)
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Ankh am Mi Sep 28, 2016 9:37 am

Weißt du, ich kann dir bei einem fertigen Text als Lektor gute Begründungen liefern, warum etwas nicht funktioniert. Aber wenn du das Gefühl hast, dass etwas so sein muss, dann mach es so. Normalerweise habe ich als Autor schon viel mehr Sachen im Unterbewusstsein ausgearbeitet, als mir bewusst ist und als ich begründen kann, und ich denke, das geht vielen so.

Wenn du also im Moment das Gefühl hast, dieser Epilog gehört einfach ins Präsens, dann mach das und grübel nicht lang darüber, warum das so sein muss. Und wenn du damit dann am Ende doch nicht glücklich bist, schau ichs mir gerne an und finde Gründe, warum Präteritum besser ist Wink  Aber wichtig ist erst einmal, dass du das, was in deinem Kopf herumgeistert, niederschreibst, damit dein Kopf es loslassen und später gegebenenfalls noch einmal kritsich betrachten kann, dazwischen aber frei ist für den Rest des Romans und nicht ständig zu der Frage zurückkehrt "diese Version oder jene?"
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Butterblume am Mi Sep 28, 2016 9:40 am

Wenn du also im Moment das Gefühl hast, dieser Epilog gehört einfach ins Präsens, dann mach das und grübel nicht lang darüber, warum das so sein muss. Und wenn du damit dann am Ende doch nicht glücklich bist, schau ichs mir gerne an und finde Gründe, warum Präteritum besser is
das ist gut, gleich morgen werde ich damit starten Wink 
und wer weiß - vielleicht schaffe ich ja sogar, das erste Kapitel anzufangen. Morgen muss ich "nur" von 6 bis 13 Uhr arbeiten und habe am Freitag frei - also viiiel Zeit zum Schreiben...
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Anjana am Mi Sep 28, 2016 9:41 am

Wenn es erstmal nur für dich ist, würde ich auch sagen, dass du den Epilog so schreiben solltest, wie es sich für dich jetzt stimmig anfühlt. Wie Ankh schon sagte, du kannst es immer noch ändern. Wink
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Butterblume am Fr Sep 30, 2016 12:22 am

okay, ich habe es jetzt gelassen. Habe keinen Zeitenwechsel eingebaut. Aber jetzt frage ich mich etwas anderes:

Der Prolog hat 1.795 Wörter, der Epilog dagegen nur 782 Worte. Ist das schlimm?
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Ankh am Fr Sep 30, 2016 12:31 am

Nicht, wenn nach 782 Wörtern alles gesagt ist Wink
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Butterblume am Fr Sep 30, 2016 12:32 am

ja, es ist alles gesagt. Der Epilog "spielt" 5 Jahre später und man erfährt, was aus den Protagonisten geworden ist...
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Ankh am Fr Sep 30, 2016 12:37 am

Dann ist doch prima. thumbsup Wozu solltest du den dann noch künstlich aufblähen?
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Butterblume am Fr Sep 30, 2016 12:39 am

mach ich ja nicht. ich hab nur noch nie einen Epilog geschrieben und wusste nicht, ob der genauso lang sein muss wie der Prolog...
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Ankh am Fr Sep 30, 2016 12:48 am

Es gibt in der modernen Literatur generell sehr wenig "muss". Nur die Regeln, die du dir selber machst (mal abgesehen von Rechtschreibung und Grammatik, wenn du auch Leser finden willst ...).

Drüben im WK schreibt z.B. jemand Kapitel mit genau festgelegter Wortzahl, was schon spannend ist, aber grundsätzlich ist es wohl wichtiger, dass ein Kapitel einen Spannungsbogen hat und alles wichtige Inhaltliche drin ist, als auf die Länge zu schielen.

Wenn es dir wichtig ist, dass beide gleich lang sind, aus äshetischen Gründen oder weil es inhaltlich irgendwie Sinn ergibt, okay, aber ansonsten ist es völlig Wumpe, wenn sie unterschiedlich lang sind. Gut, einen Prolog/ Epilog von 100 Seiten würde ich empfehlen zu kürzen, aber ein Unterschied von 1000 Wörtern ist völlig okay.
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

Beitrag  Butterblume am Fr Sep 30, 2016 12:51 am

aber ein Unterschied von 1000 Wörtern ist völlig okay
da bin ich ja froh. Dann kann ich mich jetzt Kapitel 1 widmen - sofern mir einfällt, wie ich beginnen kann Suspect  am 16 Geburtstag? zu Hause? In der Schule....?
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Re: Zeitenwechsel zwischen Roman und Epilog

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