Ebenen einer Geschichte

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Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Kelpie am Di Sep 27, 2016 10:01 pm

Ich hab das Thema gestern schon im Wortkompass eröffnet, aber ich wollte es hier auch nochmal einstellen, weil mich dazu auch die Meinungen explizit auf dem Tintenklecks interessieren würden.

Es geht um die Ebenen eines Romans. Am bekanntesten sind ja die Handlungsebene und die Ebene der Charakterentwicklung. Weiters eingefallen ist mir die Informationsebene, sowie einem anderen die Ebene der Beziehung (zwischen Charakteren).

Da wollte ich mal nachhaken, was euch sonst noch so für Ebenen einfallen? Und achtet ihr beim Schreiben gezielt darauf, bestimmte Ebenen immer mit reinspielen zu lassen? Gibt es Ebenen, die in euren Augen in keinem Kapitel fehlen dürfen? Habt ihr vielleicht sogar eine Liste, anhand derer ihr die Ebenen abarbeitet?

Ganz allgemein - was fällt euch zu dem Thema ein?




In einer Liste versuche ich mal die Ebenen zu sammeln, die so zusammenkommen:


  1. Handlungsebene
    a. Hauptstrang (zieht sich durch den ganzen Roman)
    b. Nebenstrang (können auch mehr an der Zahl sein und nur zeitweise auftauchen)
  2. Charakterentwicklung
    a. Innerliche Entwicklung (Persönlichkeit des Protas)
    b. Beziehungsebene (zwischen zwei oder mehreren Charakteren)
  3. Informationsebene (Infodump, auch nur Informationen á la "Wusstest du schon, dass der Meier einen Unfall hatte?")
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Ankh am Di Sep 27, 2016 10:36 pm

Meinst du mit Ebenen, dass sich da verschiedene Dinge langsam entwickeln oder enthüllen?

Wie viele es da gibt, kommt wohl auf die Geschichte/ das Genre an. Vielleicht entwickelt ich neben der Handlung rund um den Protagonisten ja auch seine Welt irgendwie weiter, ein Konflikt kommt auf oder das Nichts verschligt langsam Phantasien. Diese Auswirkungen kannst du dann immer wieder zeigen und den Leser über die Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Ebenso kannst du die allgemeine Stimmung als eigene Ebene betrachten, die vielleicht von leichtherzig Schritt für Schritt zu gruselig übergeht, oder von Klischee zu Genrebruch.

Ich habe bei mir auch eine Wetter"ebene", von schönem sonnigen Wetter zu drückend heiß zu Wolkenbruch zu schwülwarm ... passend zur Handlung, aber hoffentlich nicht zu aufdringlich Wink


Im Grunde kannst du dir also erstmal überlegen, was alles "unterhalb" deiner Handlung stattfinden soll, und wie du das darstellen könntest. Diesen Entwicklungen gibst du dann einen Spannungsbogen, und nennst sie Ebene Wink
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Earu am Di Sep 27, 2016 11:59 pm

Über sowas hab ich mir noch nie wirklich Gedanken gemacht. Das kommt irgendwie von allein bzw. fällt unter den Tisch, weil ich nicht daran denke. Bei den Kurzgeschichten webe ich viele erst ein, weil den Testlesern was fehlt. Irgendwie biegt mein Instinkt vieles gerade, aber ich glaube, generell habe ich dafür kein so gutes Gefühl, was aber gerade daran liegen könnte, dass ich nie darüber nachgedacht habe. Das ist echt schwierig. Ich lese mal mit, was die anderen dazu sagen. Vielleicht kann ich damit dann anschließend mehr anfangen oder ich bekomme einen Geistesblitz, den ich mit euch teilen kann.

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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Anjana am Mi Sep 28, 2016 1:40 am

Also ich denke auch, es gibt keine feste Anzahl von Ebenen, die in einer Geschichte vorkommen.
Aber ich würde so Dinge wie Gesellschaftskritik, Sozialkritik oder Politik durchaus als mögliche Ebenen sehen.
Genauso könnte es eine humoristische oder tragische Ebene geben.
Auch pädagogische Ebenen wären denkbar und sind in Kinder- und Jugendbüchern durchaus auch vorhanden.
Die Beziehung zwischen Erzähler und Figuren oder Figuren/Erzähler und Leser könnte ich mir auch als eigenständige Ebene vorstellen.

Beim schreiben selbst plane ich die Ebenen gar nicht ein. Aber in der Überarbeitung nutze ich das Bild eines Teppichs, bei dem die verschiedenen Fäden vergleichbar mit den Ebenen sind. Und da schau ich dann schon mal, ob ich die Fäden regelmäßig wieder aufgreife, bzw. die Geschichte nicht zu einfarbig wird, weil Fäden/Ebenen fehlen.
Und ich glaube, dass Bücher, die über ihr Genre hinaus Erfolg haben, immer Ebenen beinhalten, die ich hier aufgeführt habe und die eben auch über die Geschichte hinausgehen. Auch, wenn man das als Leser vielleicht gar nicht so bewusst merkt. Aber das ist ja wieder ein anderes Thema.^^
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Kelpie am Do Sep 29, 2016 5:46 am

@Ankh,

den Hinweis mit der Stimmung und dem Wetter finde ich toll. Das muss ja nicht unbedingt klischeehaft sein bzw. zu 100% der Aussage des Textes entsprechen (kaum macht Tom mit Anna Schluss, zuckt ein Blitz vom Himmel). Sondern ganz allgemein.

Meinst du mit Ebenen, dass sich da verschiedene Dinge langsam entwickeln oder enthüllen?

Joa, in die Richtung. Am Anfang war mir v.a. wichtig, mithilfe dieser Ebenen die Daseinsberechtigung des Kapitels zu enthüllen. Meistens ist das bei mir oberflächlich betrachtet nur eine Ebene, z.B. Karl muss erfahren, dass er durch die Prüfung gefallen ist (Information). Hubert küsst Lilli zum ersten Mal (Beziehung). David besiegt Goliath (Haupthandlung). Arwen schenkt Aragorn eine hippe Kette (Nebenstrang ... vielleicht auch Beziehung). So in die Richtung.

Aber beim Überarbeiten der Raubritter habe ich den Eindruck, dass manche Kapitel recht dünn sind, was den Inhalt angeht. Ich brauche es zwar aus irgendeinem Grund, aber der Großteil ist nur Plüsch drumherum.
Und bei einem Kapitel, das ich künstlich in die Länge ziehen wollte und vor dem ich deswegen beim erneuten Drüberlesen Schiss hatte, ist mir aufgefallen, dass ich da nur eine weitere Ebene zugefügt habe und das Ganze sogar dichter wurde, nicht langatmiger.



@Earu,

Beim Schreiben ist es mir bisher auch noch nie untergekommen. Wie gesagt, erst jetzt wo ich überarbeite und versuche, zu verdichten.



@Anjana,

Deine Anmerkungen sind auch sinnvoll. Also mit der Kritik bzw. der Ebene in Kinder- und Jugendbücher.

Bei deinem Teppichmodell - wie sieht das aus? Ist das etwas rein Mentales, was du dir vorstellst? Oder wendest du da irgendein Schema an?
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Earu am Do Sep 29, 2016 6:41 am

Puh, und da habe ich Bammel vor dem Überarbeiten meiner Romane. Das dauert so lang und bedeutet sehr viel konzentriertes Arbeiten. Dann die Ebenen auszutüfteln, ist ja noch mehr Arbeit. Die wird sich sicher lohnen, weil man sich dabei die Geschichte bewusster macht, aber dafür bin ich viel zu faul. Vermutlich der Grund, wieso ich nie einen Roman veröffentlichen werde. Sowas ist für eine Kurzgeschichte ja schon schwer für mich. silent

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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Quixotiz am Do Sep 29, 2016 8:56 am

Ich habe beim Schreiben von Romanen immer exakt zwei Ebenen: Die Physische und die Metaphysische. Beides sind bei mir Handlungsebenen. Allerdings können dabei auch Metaphysische Ebenen normale Handlungsebenen sein, also in Form einer physischen Handlung existieren.
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Kelpie am Do Sep 29, 2016 8:59 am

@Quixotiz,

und worin unterscheiden sich die beiden Ebenen dann genau?


@Earu,

naja, kommt halt darauf an. Ich muss sagen, dass ich beim Überarbeiten zurzeit ziemlich viel Spaß habe, das Strukturieren gefällt mir. Ist halt Geschmackssache - oder vielleicht muss man da nur mal reinfinden Wink
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Quixotiz am Do Sep 29, 2016 9:27 am

Sie unterscheiden sich darin, dass die eine Ebene den physischen und die andere den metaphysischen Plot beschreibt Wink
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Kelpie am Do Sep 29, 2016 9:38 am

. . .

Und was ist der physische und was ist der metaphysische Plot?
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Quixotiz am Do Sep 29, 2016 9:43 am

Eh!? Das erkläre ich dir morgen Laughing
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Earu am Do Sep 29, 2016 11:24 pm

Das ist gut möglich. Ich bin ja bekannt dafür, für Unbekanntes eine Aversion oder Ängste zu entwickeln. Laughing

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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Anjana am Mo Okt 03, 2016 2:39 am

Bei deinem Teppichmodell - wie sieht das aus? Ist das etwas rein Mentales, was du dir vorstellst? Oder wendest du da irgendein Schema an?
Bislang habe ich einzelne Teile tatsächlich im Text auch eingefärbt. Vorher muss man natürlich die Farben festlegen, aber dadurch bekommt man eine ganz schöne Übersicht. Das kann man auch mit den (Neben)figuren machen, um zu schauen, ob einem da eine völlig abhanden kommt. Plotter brauchen sowas vermutlich nicht, aber für mich als Bauchschreiberin ist das durchaus manchmal hilfreich. Dann kann man die Ansicht einfach sehr klein stellen und sieht die Auftritte ohne sich durch den Inhalt wühlen zu müssen. Wink
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Kelpie am Mo Okt 03, 2016 3:24 am

Die Methode finde ich irgendwie hübsch ^^

Was sind das dann für Farben? Für unterschiedliche Charaktere, sodass du einfach überprüfst, ob alle gleichmäßig zu Wort kommen, oder betrifft das eher ... was anderes? ^^
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Anjana am Mo Okt 03, 2016 3:34 am

Also als Farben nehme ich meist die unterschiedlichen Textmarker bei Papyrus. Wenn ich mehr Nuancen brauche, dann färbe ich aber auch schon mal die Schrift selbst ein.

Auf die Sache mit den Figuren bin ich durch das Lektorat von Nico gekommen. Dort habe ich zum Ende hin den Papagei gar nicht mehr erwähnt. Mir selbst ist das gar nicht aufgefallen, aber es war nicht wirklich stimmig.
Mit den Farben wäre mir das schon aufgefallen, weil ich nicht durch die Geschichte selbst abgelenkt worden wäre.
Also zum einen kann es darum gehen, wer wie oft zu Wort kommt, aber ich nutze es vor allem tatsächlich für die Auftritte in der Geschichte. Da ich Nebenfiguren gar nicht im Vorfeld plane ist das sehr hilfreich, um sie wieder aufzugreifen. Das bedeutet in einem Romanprojekt natürlich auch, dass ich zwischendurch solche Überarbeitungen einfüge. Was ich aber ohnehin tun muss, weil ich immer so große Pausen habe^^
Bei Kurzgeschichten mache ich das meist erst am Ende und kann die Figuren dann gezielter erneut auftreten lassen.
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Ankh am Mo Okt 03, 2016 3:40 am

Das ist spannend, ich mache gerade etwas ähnliches, aber mit den verschiedenen Strängen der Haupt- und Nebenhandlungen. Allerdings in einem Extradokument, wo ich die Handlung stichwortartig aufgeschrieben habe, nicht im Text selber, da wäre ich glaube ich eine Woche beschäftigt, wenn ich das alles markiere  ... wobei das vielleicht auch gar keine schlechte Idee wäre, dann könnte ich auf einen Blick sehen, was "Füller" ist und keinen meiner Stränge weiterbringt
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Kelpie am Mo Okt 03, 2016 3:58 am

Stimmt Ankh, für deinen Roman könnte ich mir das als sehr hilfreich vorstellen. Du musst ja nicht unbedingt den ganzen Roman anmalen, du kannst ja tatsächlich nur in Stichworten schreiben, wer vorkommt und was passiert.

Tatsächlich stelle ich es mir für den ganzen Roman etwas unübersichtlich vor  scratch Aber das kann jetzt daran liegen, dass ich es nur von außen beurteile.



Aber irgendwie bereitet mir das zurzeit total große Schwierigkeiten. Ich überarbeite ja einerseits, weil der Roman an sich nicht mehr meinen Ansprüchen entspricht, was den Stil angeht.
Aber andererseits wollte ich auch endlich mal all die losen Fäden verspinnen und darauf achten, dass ich sie wieder reinbringe. Aber ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich das alles machen soll. Das eine sind allein Haupt- und Nebenhandlungen, aber all die Makrohandlungen? Oder was ist mit ständigen Begleitern, die ich irgendwie immer wieder vergesse (Beispiel Tenar: Seine Wölfin).
Erst gestern ist mir beim Schreiben wieder aufgefallen, dass ich immer nur von sechs Leuten rede, weil ich ganz vergessen habe, dass 2 auch noch da wären. 2, die ich seit mindestens 8 Kapiteln nicht mehr erwähnt habe ...  No
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Ankh am Mo Okt 03, 2016 4:10 am

@Kelpie: Was Personen angeht, kannst du ja sowas machen: https://xkcd.com/657/
Laughing 


Mit den handlungssträngen mache ich es jetzt so, dass ich die Eckpunkte eines Stranges aufschreibe, diese Stickpunkte in einer Farbe einfärbe, und die verschiedenfarbigen Zeilen dann chronilogisch sortiere. Sieht war aus, als hätte ein Regenbogeneinhorn Brechdurchfall,  silent aber zumindest sehe ich, in welchem Abschnitt ein Spannungsbogenen eventell versandet.

Ich habe dabei auch festgestellt, warum du bisher den Eindruck hast, dass der Hauptplot nirgendwo auftaucht: Da passiert tatsächlich sehr viel im "off", und das, was man davon durch die Augen der Protas mitbekommt, ist ganz unschuldig versteckt Twisted Evil
ich muss mal sehen, wie ich das hinbekomme, dass ich das gefühl vermittle, dass da was passiert, ohne allzu viel zu verraten.
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Kelpie am Mo Okt 03, 2016 4:26 am

Ich bin total verliebt in diese Karte ... Wenn ich künstlerisch begabter wäre (und ein großes Stück Papier hätte) würde ich mich sofort an die Arbeit machen ...  love


Mit den handlungssträngen mache ich es jetzt so, dass ich die Eckpunkte eines Stranges aufschreibe, diese Stickpunkte in einer Farbe einfärbe, und die verschiedenfarbigen Zeilen dann chronilogisch sortiere. Sieht war aus, als hätte ein Regenbogeneinhorn Brechdurchfall,   aber zumindest sehe ich, in welchem Abschnitt ein Spannungsbogenen eventell versandet.

So ganz verstehe ich nicht, wie du das meinst ...

Ich habe dabei auch festgestellt, warum du bisher den Eindruck hast, dass der Hauptplot nirgendwo auftaucht: Da passiert tatsächlich sehr viel im "off", und das, was man davon durch die Augen der Protas mitbekommt, ist ganz unschuldig versteckt 

Dein Eindruck habe ich auch. Dass im Untergrund sehr wohl ein Konflikt schlummert, ich kann mir vielleicht sogar vorstellen, in welche Richtung der geht, aber du führst den so unschuldig ein, dass der Leser sich schmatzend zurücklehnt und denkt "alles easy".
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Anjana am Mo Okt 03, 2016 4:29 am

Tatsächlich stelle ich es mir für den ganzen Roman etwas unübersichtlich vor   Aber das kann jetzt daran liegen, dass ich es nur von außen beurteile.

Dewegen mache ich das auch in der Regel Abschnittsweise und eben öfter mal auch schon während des Schreibens^^
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Ankh am Mo Okt 03, 2016 4:38 am

Ich bin total verliebt in diese Karte ... Wenn ich künstlerisch begabter wäre (und ein großes Stück Papier hätte) würde ich mich sofort an die Arbeit machen ... 

Sind doch nur bunte Linien. Du musst dir halt vorher ein bisschen überlegen, wer viel zusammen rumhängt, sonst geht das so durcheinander. und ein langes papier findest du im baumarkt bei den Tapetenrollen Wink


So ganz verstehe ich nicht, wie du das meinst ...
Ich nenne zum Beispiel einen Strang "Beziehung/Konflikt Tier-Feist". Den färbe ich dann lilablassblau und schreibe die einzelnen Stationen runter, die damit zu tun haben:
Feist verarztet die Mörder
Feist beobachtet Leons Selbstmord
Feist und Tier beziehen ihr Zimmer und freunden sich an
Tier entdeckt Leons Leiche
Feist spendet ihm Trost, ermutigt ihn, sich neue Ziele zu seten
Tier bewirbt sich bei der Militärpolizei
Tier beschließt, den Schattendoc zu finden, der die Mörder verarztet hat

...

Dasselbe mache ich mit dem Strang "Beziehung/ Konflikt Tier-Scratch" nur diesmal in rot, und "Yokai Entwicklung" in grün etc. Wenn ich die Handlungsstränge dann alle aufgeschrieben habe, kopiere ich aus allen Strängen die einzelnen Zeilen raus und sortiere sie chronologisch neu, sodass dann grüne und rote Zeilen zwischen den lilablassblauen stehen.
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Kelpie am Mo Okt 03, 2016 4:41 am

Sind doch nur bunte Linien. Du musst dir halt vorher ein bisschen überlegen, wer viel zusammen rumhängt, sonst geht das so durcheinander. und ein langes papier findest du im baumarkt bei den Tapetenrollen 

Ich hab keine Ahnung, wo ich einen Baumarkt in Mestre finde  Laughing Vielleicht klebe ich einfach Din A4-Blätter zusammen ^^

Dasselbe mache ich mit dem Strang "Beziehung/ Konflikt Tier-Scratch" nur diesmal in rot, und "Yokai Entwicklung" in grün etc. Wenn ich die Handlungsstränge dann alle aufgeschrieben habe, kopiere ich aus allen Strängen die einzelnen Zeilen raus und sortiere sie chronologisch neu, sodass dann grüne und rote Zeilen zwischen den lilablassblauen stehen.

Jetzt verstehe ich, warum das farblich so kacke aussieht  tongue

Aber eigentlich ne simple Methode. Das heißt, es steht alles untereinander, nicht auch versetzt, oder? (eine Spalte für Tier, eine für Scratch usw)
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Re: Ebenen einer Geschichte

Beitrag  Ankh am Mo Okt 03, 2016 4:54 am

Nee, einfach untereinander. Dann sehe ich, wo zum Beispiel lange nix rotes passiert, und wen ichs mit meinem manuskript abgleiche, sehe ich vielleicht auch, wo über drei kapitel überhaupt nichts buntes (=Plotrelevantes) passiert, bzw was man zusammenlegen könnte, aber ob das klappt, muss ich noch sehen. Jetzt mache ich mir erstmal einen Überblick.
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Re: Ebenen einer Geschichte

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