Bücher, die man gelesen haben muss

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Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Butterblume am Sa Sep 24, 2016 9:07 am

guten Abend,

da ich oft so überhaupt keine Ahnung habe, wenn von bestimmten Büchern die Rede ist, würde mich mal eure Meinung interessieren. Gibt es Bücher, von denen ihr sagt, die MUSS man gelesen haben?
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Traummuschel am Sa Sep 24, 2016 1:14 pm

Uuuh, da könnte ich dir seitenweise nennen :D
Goethes Faust natürlich (und eigentlich auch alles andere von ihm)
Das Nibelungenlied
Tristan
Parzival
Eichendorffs Marmorbild
Hoffmanns Sandmann
Fontanes Effi Briest
Eichendorffs, Goethes und Hölderlins Gedichte
Novalis' Hymnen an die Nacht
Novalis' Heinrich von Ofterdingen
Brentanos und Arnims Des Knaben Wunderhorn
Grimms Kinder- und Hausmärchen
Andersen Gesammelte Märchen
Kafkas Verwandlung
Frankenstein
A Castle of Otranto
Sturmhöhe
...
Ich könnt' ewig so weitermachen Embarassed

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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Butterblume am Sa Sep 24, 2016 8:49 pm

oha. Shocked 
aber genau das meinte ich. Von allen Büchern, die du genannt hast, kenne ich gerade mal Grimm´s Märchen Embarassed 
ich glaube, ich habe in den nächsten Jahren noch viele Bücher zu lesen...
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Kelpie am Sa Sep 24, 2016 9:53 pm

@Traummuschel,

wow  Shocked

Also ehrlich gesagt ... hm. Ich weiß ja, dass du Literaturstudentin bist und deswegen sicherlich auch höhere Erwartungshaltungen hast ... aber ehrlich gesagt habe ich kaum eines der von dir aufgelisteten Werke wirklich gelesen, sondern meist lediglich die Zusammenfassungen in der Schule oder Uni gemacht. Und bin damit bisher auch ganz gut zurecht gekommen.

Von manchen Büchern habe ich sogar noch nie gehört und das, obwohl wir in der Schule wirklich eine sehr breite Grundausbildung in Sachen Literatur gemacht haben.

Bezüglich Thread-Thema: Es gibt sicherlich sehr viele Bücher, die lesenswert sind, und ebenso viele Bücher, die wichtig sind, weil sie einfach zu den Klassikern gehören. Aber wenn ich darüber nachdenke, welches Buch man wirklich gelesen haben muss, dann gehört da für mich keines rein. Von vielen Büchern sollte man gehört haben und auch wissen, worum es geht - bei manchen mehr, bei manchen weniger. Aber lesen müssen? Wie gesagt, bei einigen tun es meines Erachtens auch gründliche Zusammenfassungen. Goethes Faust habe ich beispielsweise nie komplett gelesen, aber seeeeehr detailreich und mehrmals besprochen. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich es zwingend lesen muss, auch wenn ich das irgendwann wahrscheinlich nachhole.
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Luftmensch am Sa Sep 24, 2016 9:55 pm

Hey Butterblume Smile

Es gibt ja viele Bücher, von denen es immer heißt, dass man sie gelesen haben "muss". Es gibt sogar einen sogenannten Kanon der Weltliteratur, wobei "Welt" ziemlich relativ ist, da viele Teile der Welt aus unterschiedlichen Gründen nicht abgedeckt werden können. Daher würde ich bei so "muss"-Büchern darauf achten, dass die Auswahl nicht zu einseitig ist.

Ich zähle dir hier mal ein paar Bücher auf, die ich total interessant finde und wieso ich denke, dass sie gelesen werden sollten:

- Jane Eyre von Charlotte Bronte: Eine Geschichte, in der es um eine selbstbestimmte Protagonistin geht, die es schafft sich in der viktorianischen Gesellschaft einzugliedern und dennoch ihr eigenes Ding durchzieht. Dabei ist sie gewitzt, sarkastisch und sehr unterhaltsam. (am besten auf Englisch lesen, da die deutschen Übersetzungen eher mau sind)
- Die Verwandlung von Kafka: Ein Mann, der als Käfer aufwacht. Herrlich skurril. Ich liebe es, wie Kafka schreibt, jedoch ist er nicht für jeden etwas. (alternativ Der Prozess)
- 1984 von George Orwell: Eine dystopische Geschichte, in der alles und jeder überwacht wird. Einige Parallelen zum Hier und Jetzt lassen sich deffinitiv ziehen. (auch hier besser auf Englisch lesen, wobei die deutschen Übersetzungen auch okay sind)
-Siddharta von Hermann Hesse: Die Geschichte Buddhas wird neu erzählt. Dabei schafft der Autor Indiens Landschaft und Teile der buddhistischen Philosophie einzufangen.
- Shakespeare: Alles von ihm Wink Wobei ich Hamlet, Othello, The Tempest und Romeo und Julia am besten finde. (am besten auf Englisch, wobei er manchmal echt abgedreht schreibt)
-Anna Karerinna von Leo Tolstoi: Einer der russischen Klassiker. Es geht um unterschiedliche russische Adelsfamilien, die alle miteinander verbunden sind. Tolstoi schreibt poetisch, gewitzt und sehr ansprechend, wie ich finde.
- Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde: Es geht um einen Jüngling, der die Sau rauslässt Wink Wilde schreibt sehr schön und seine Charaktere sind sehr interessant.
- Charles Dickens: Am besten seine Weinachtsgeschichte, die du bereits in irgendeiner Form kennst. Immer wieder unterhaltsam.
- Sherlock Homes von Arthur Connan Doyle: Sherlock ist wie Sheldon aus The Big Bang Theorie. Ein bisschen jedenfalls Wink Zudem macht es Spaß mit ihm die Fälle zu lösen.
- Stolz und Vorurteil von Jane Austen: Ich liebe Jane Austen. Meine Lieblingsprotagonistin ist Lizzie Bennet, die wirklich sehr Badass ist und sich nichts vorschreiben lässt.
- Homo faber: ein Bericht von Max Frisch: Die Geschichte ist erschreckend, der Protagonist ist liebenswert, erbärmlich und man kann nicht anders, als ihn zu hassen und gleichzeitig mit ihm Mittleid zu haben.
- Agnes von Peter Stamm: Wenn Homo faber gelesen wurde, sollte auch dieses Buch gelesen werden. Es geht um einen ähnlichen Protagonisten, aber dennoch ist die Geschichte doch sehr anders. Der schweizer Autor weigert sich über das Ende des Romans zu sprechen, allein das macht einen doch neugierig Smile
- Die Selbstmordschwestern von Jeffrey Eugenides: Ein Commig of Age Roman, nur sehr anders.
- Schnee von Orhan Pamuk: Wundervoll geschrieben, ein Buch in dem es um politische und kulturelle Verwickellungen in der Türkei geht. Hat nicht umsonst den Nobel Preis gewonnen.
- Midnight Children von Salman Rushdie: Lässt sich wie ein unendliches Märchen lesen. Sehr gewitzt geschrieben.
- Kafka am Strand / 1Q84 von Haruki Murakami: Die Geschichten lassen sich zwischen Phantasie, Träumen, Drogentrip und Surrealismus verorten. Die Charaktere sind irgendwie total abgedreht, das gilt auch für die Handlungen.
- Der Name des Windes von Patrick Rothfuss: Episches Fantasy, sehr schön geschrieben. Mit einem Protagonisten, der außergewöhnlich ist.

So, das waren jetzt einige der Bücher, die mir während meines Literaturstudiums nahegelegt worden sind und einige, die ich selber gut finde Wink
Wenn du noch mehr Informationen über Bücher haben willst, die man gelesen haben muss, dann schau doch mal hier in Weltliteratur für Eilige nach.
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Luftmensch am Sa Sep 24, 2016 10:06 pm

@Kelpie: Als Literaturstudent kann man manchmal halt nicht anders Embarassed  Da geht es mir genauso wie Traummuschel  Laughing 
@Kelpie schrieb:Bezüglich Thread-Thema: Es gibt sicherlich sehr viele Bücher, die lesenswert sind, und ebenso viele Bücher, die wichtig sind, weil sie einfach zu den Klassikern gehören. Aber wenn ich darüber nachdenke, welches Buch man wirklich gelesen haben muss, dann gehört da für mich keines rein. Von vielen Büchern sollte man gehört haben und auch wissen, worum es geht - bei manchen mehr, bei manchen weniger. Aber lesen müssen? Wie gesagt, bei einigen tun es meines Erachtens auch gründliche Zusammenfassungen. Goethes Faust habe ich beispielsweise nie komplett gelesen, aber seeeeehr detailreich und mehrmals besprochen. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich es zwingend lesen muss, auch wenn ich das irgendwann wahrscheinlich nachhole.

Klassiker sind Bücher, die jeder kennt, niemand aber gelesen hat. Oder wie heißt es noch? Wink
In den letzten Jahren (vielleicht auch im Zuge des Studiums) habe ich gelernt Klassiker sehr wertzuschätzen. Das sind nicht umsonst Bücher, die nie aus der Mode kommen. Sie greifen Themen auf, die auch nach Jahrhunderten die Leser berühren und sie zeigen oft, wie gute Literatur stattfindet. Ich finde, als Mensch, der gerne schreibt, ist es auch wichtig sich mit Klassikern zu beschäftigen und sich auch durch dieses aktive Lesen (das ja mit allen Büchern gemacht werden kann) sich das Schreibhandwerk anzueignen.
"Müssen" ist ja immer relativ. Was für mich ein Muss ist, ist für jemand anderen eventuell ein No-Go. Allerdings hat doch jeder dieses eine Buch (oder auch mehrere), von dem man denkt, dass es einem selbst geholfen hat. Weshalb auch immer. Vielleicht mochte man es auch nur sehr dolle und daher möchte man, dass auch andere das Buch lesen und in seinen Genuss kommen Wink
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Kelpie am Sa Sep 24, 2016 11:19 pm

Ich bin für Bücher auf jeden Fall sehr offen. Auch Klassiker - ich freue mich über jede Gelegenheit einen Klassiker zu lesen. Und in dem Moment, wo ich sie lese, denke ich auch, dass sie eine enorme Bereicherung darstellen.
Aber ... wie soll ich sagen? Es lässt sich auch sehr gut leben und schreiben, wenn man sie nie gelesen hat ^^

Aber gut, vielleicht bin ich hier gerade zu spitzfindig ^^
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  KleineLady am Sa Sep 24, 2016 11:39 pm

Ich muss ja gestehen, mich verwirrt das immer, wenn von Klassikern die Rede ist und dann meist nur so schwere Kost aufgetafelt wird *staun*
Was ist denn mit Tom Sawyer und Huckleberry Finn? Ist das kein Klassiker? Oder Robinson Crusoe? Oliver Twist? Der Glöckner von Notre Dame? Der Graf von Montechristo? Die drei Musketiere? Das Gespenst von Canterville (mein persönlicher Liebling übrigens)? Alice im Wunderland? Vom Winde verweht?
Warum sieht man bei der Aufzählung von Klassikern in Autorenforen nie solche Bücher?

Ob man die jetzt unbedingt gelesen haben muss, sei mal dahingestellt. Aber wenn ich bedenke, wieviele der heutigen Geschichten und auch der Filme (die man auch als Autor nicht außer Acht lassen sollte) auf den oben genannten Geschichten aufbauen, reizen mich die auf jeden Fall mehr.

Jane Austen wird auch immer gern aufgeführt mit Stolz und Vorurteil. Ich muss gestehen, ich hab mich hindurch gequält. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Insofern, liebe Butterblume, lies nicht, wovon du glaubst, du müsstest es gelesen haben, nur weil die Masse es so sagt (dann zwingen sie dich nachher noch 50 Shades of Grey zu lesen und dann bist du wirklich verloren Wink ). Lies, was dir gefällt. Wenn es Vom Winde verweht ist oder die Pokemon-Trilogie, wen schert's? Hauptsache du hast deinen Spaß dabei Wink

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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Butterblume am So Sep 25, 2016 1:02 am

@KleineLady
ich muss ja gestehen, mich verwirrt das immer, wenn von Klassikern die Rede ist und dann meist nur so schwere Kost aufgetafelt wird *staun*
Was ist denn mit Tom Sawyer und Huckleberry Finn? Ist das kein Klassiker? Oder Robinson Crusoe? Oliver Twist? Der Glöckner von Notre Dame? Der Graf von Montechristo? Die drei Musketiere? Das Gespenst von Canterville (mein persönlicher Liebling übrigens)? Alice im Wunderland? Vom Winde verweht?
genau das meine ich. Die Bücher die du aufgezählt hast, kenne ich nur vom Hörensagen. Okay, bei den drei Musketieren habe ich den Film gesehen, aber sonst...? An solche Bücher habe ich zuerst gedacht, als ich das Thema eröffnet habe. Diese Bücher würde ich schon mal auf meine Leseliste setzen.

Aber wenn ich bedenke, wieviele der heutigen Geschichten und auch der Filme (die man auch als Autor nicht außer Acht lassen sollte) auf den oben genannten Geschichten aufbauen, reizen mich die auf jeden Fall mehr.
was genau meinst du damit?

@Luftmensch
Klassiker sind Bücher, die jeder kennt, niemand aber gelesen hat. Oder wie heißt es noch?
der Spruch ist gut, den muss ich mir merken thumbsup 

Das sind nicht umsonst Bücher, die nie aus der Mode kommen. Sie greifen Themen auf, die auch nach Jahrhunderten die Leser berühren und sie zeigen oft, wie gute Literatur stattfindet. Ich finde, als Mensch, der gerne schreibt, ist es auch wichtig sich mit Klassikern zu beschäftigen und sich auch durch dieses aktive Lesen (das ja mit allen Büchern gemacht werden kann) sich das Schreibhandwerk anzueignen.
das ist eine interessante Sichtweise. Aber inwiefern können solche Geschichten das Schreibhandwerk verbessern?

Ich zähle dir hier mal ein paar Bücher auf, die ich total interessant finde und wieso ich denke, dass sie gelesen werden sollten:
hui, das ist aber eine umfangreiche Liste. Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mich mal in Ruhe damit auseinandersetzen.

@Kelpie
sondern meist lediglich die Zusammenfassungen in der Schule oder Uni gemacht
okay, falls wir das in der Schule gemacht haben, kann ich mich nicht mehr daran erinnern. Nur "Krabat" und "Kleider machen Leute" ist mir gut im Gedächtnis geblieben...

Von vielen Büchern sollte man gehört haben und auch wissen, worum es geht - bei manchen mehr, bei manchen weniger.
welche Bücher zählen da deiner Meinung nach rein? Weil ich glaube, von den Meisten werde ich nicht einmal gehört haben - möchte es aber gern ändern.

Goethes Faust habe ich beispielsweise nie komplett gelesen, aber seeeeehr detailreich und mehrmals besprochen. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich es zwingend lesen muss, auch wenn ich das irgendwann wahrscheinlich nachhole.
Goethes Faust? Shocked  ich könnte nicht einmal sagen, worum es dabei geht...


@KleineLady schrieb:lies nicht, wovon du glaubst, du müsstest es gelesen haben, nur weil die Masse es so sagt (dann zwingen sie dich nachher noch 50 Shades of Grey zu lesen und dann bist du wirklich verloren ). Lies, was dir gefällt. Wenn es Vom Winde verweht ist oder die Pokemon-Trilogie, wen schert's? Hauptsache du hast deinen Spaß dabei
das sowieso Smile
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Luftmensch am So Sep 25, 2016 1:36 am

Kleine Lady schrieb:ich muss ja gestehen, mich verwirrt das immer, wenn von Klassikern die Rede ist und dann meist nur so schwere Kost aufgetafelt wird *staun*
Was ist denn mit Tom Sawyer und Huckleberry Finn? Ist das kein Klassiker? Oder Robinson Crusoe? Oliver Twist? Der Glöckner von Notre Dame? Der Graf von Montechristo? Die drei Musketiere? Das Gespenst von Canterville (mein persönlicher Liebling übrigens)? Alice im Wunderland? Vom Winde verweht?

"Schwere" oder "leichte" Kost ist immer relativ, wie eigentlich fast alles, was der Mensch subjektiv erfährt. Was überhaupt ein Klassiker ist, darüber könnte man ganze Abhandlungen schreiben und ich wollte keinesfalls irgendwelche Bücher ausschließen. Klassiker heißt ja nicht immer, dass die Kost schwer sein muss. Schließlich gibt es auch viele Leser, die nicht in Robinson Crusoe oder Oliver Twist reinfinden, aber dafür Tolstoi wie eine Gute Nacht Geschichte durchlesen. Die von dir aufgeführten Werke weisen genauso Anspielungen auf religiöse, historische, politische Kontexte auf, wie andere Klassiker, lediglich das persönliche Leseerlebnis scheint zu variieren.

@Butterblume schrieb:das ist eine interessante Sichtweise. Aber inwiefern können solche Geschichten das Schreibhandwerk verbessern?

@Kelpie schrieb:Es lässt sich auch sehr gut leben und schreiben, wenn man sie nie gelesen hat ^^

Das Schreibhandwerk kann durch aktives Lesen von jeglichen Büchern verbessert werden. Ich wollte die Bücher erwähnen, die ich (ganz subjektiv) als lesenswert erachte. Schließlich wurde hier nach persönlichen Muss-Büchern gefragt Wink Einige davon sind Klassiker, andere nicht. Siehe Der Name des Windes. Gerade an diesem Beispiel sieht man, wie eine gute, sehr durchdachte Fantasy-Geschichte geschrieben werden kann. Aber wie gesagt, durch aktives Lesen von Büchern und Texten – egal wie gut oder schlecht sie geschrieben sind – kann man viel lernen.

Übrigens rät Stephen King, dass man auch schlechte Bücher lesen sollte, um zu lernen, wie man es eben gerade nicht tun sollte Wink *Stichwort Shades of Grey*
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  KleineLady am So Sep 25, 2016 1:55 am

@Butterblume schrieb:
Aber wenn ich bedenke, wieviele der heutigen Geschichten und auch der Filme (die man auch als Autor nicht außer Acht lassen sollte) auf den oben genannten Geschichten aufbauen, reizen mich die auf jeden Fall mehr.
was genau meinst du damit?

Na ja, so wie du in vielen der heutigen erfolgreichen Geschichten die Grundstruktur von Romeo und Julia findest, findest du auch z. B. die vom Glöckner von Notre Dame in anderen. Ich jedenfalls meine gewisse Parallelen im Phantom der Oper zum Glöckner zu sehen. Oder Robinson Crusoe und Cast Away.

Ich denke einfach, die Bücher, die ich aufgelistet habe, sind irgendwie gesellschaftsgängiger. Nicht jeder hat studiert. Und nicht jeder hat Abitur (mich übrigens eingeschlossen - unsere Schullektüre begrenzte sich seinerzeit auf Vorstadtkrokodile, Damals war es Friedrich und der Hauptmann von Köpenick. Ich glaube, die Physiker waren auch dabei, aber daran erinner ich mich schon nicht mehr). Die Sprache in den alten Büchern mag zwar anstrengend sein. Aber die Handlung ist verständlich.
Wenn ich mir von Faust die erste Strophe anschaue, ...

Zueignung schrieb:Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?
Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?
Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten,
Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;
Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert
Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert.

Quelle
... dann versteh ich ehrlich gesagt nur Bahnhof scratch 

Ich hab keinen Plan, wie mir dieses Werk helfen soll, dass ich bessere Bücher schreibe oder warum ich als angehende Autorin das Werk unbedingt gelesen haben muss. Und nein, ich schreibe kein Mainstream.

Die meisten der Bücher, die ich genannt habe, sind halt auch verfilmt worden. Wie sieht es da aus mit Faust und Nibelungenlied und was noch alles genannt wurde?

Und damit meine ich keine Theateraufführungen oder Verfilmungen, die asbach-uralt sind, sondern gemessen an der heutigen Zeit. Mit Schauspielern die wahrscheinlich heute noch leben. Wie Jeremy Irons, Gerard Depardieu, usw.

Filme sind nunmal das vorherrschende Medium. Die meisten können mit den Titeln mehr anfangen, wenn sie verfilmt wurden und der Film am besten noch auf Kinoleinwand lief. Selbst diejenigen, die mit dem Stil und der Sprache in den Büchern nichts anfangen konnten, haben meistens dann den Film gesehen, und wissen so trotzdem, worum es geht.

Nimm z. b. nochmal Romeo und Julia. Was denkst du, wieviele vom  ... sagen wir mal 1980er Jahrgang bis heute haben freiwillig ((!) soll heißen, nicht im Schulunterricht oder Studium) nur das Buch gelesen (gleich ob englisch oder deutsch, und nicht durch den Film veranlasst) und wieviele davon haben nur den Film gesehen? Den mit DiCaprio. Ich wäre sehr überrascht, wenn die Mehrheit beim Buch läge. Ich habe das Buch übrigens tatsächlich gelesen. Auf Deutsch, das war schon nicht ganz einfach, weil es sich eben Theaterdrehbuch ist (dass es auf Englisch besser ist, runder klingt, weiß ich).

Ehrlich gesagt, ich verstehe auch nicht, was Faust zum Klassiker schlechthin macht. Zur Spitze der Literaturgeschichte. Ich mag Goethe, so ist es nicht. Ich hab viele Sammelbände und Bücher von ihm hier stehen, und ich folgte auch schon seinem Pfad in Heidelberg. Aber allein die äußere Form von Faust, die Reime und Stropheneinteilung würden mich schon dazu veranlassen, Faust zur Lyrik zu setzen. Wenn ich aber Belletristik schreibe, ist das erste, was ich lese, wenn ich das Handwerk lernen will, kein lyrisches Werk.

Was bringt Faust mir an schriftstellerischem Handwerk bei?

Ich hab aber viele von Luftmenschs Auflistung auch hier stehen. Die warten noch darauf gelesen zu werden ^^

edit:
@Luftmensch schrieb:Übrigens rät Stephen King, dass man auch schlechte Bücher lesen sollte, um zu lernen, wie man es eben gerade nicht tun sollte *Stichwort Shades of Grey*

Ich tue in letzter Zeit kaum was anderes, als schlechte Bücher lesen Wink

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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Kelpie am So Sep 25, 2016 2:00 am

Okay, wenn wir sagen "Bücher, deren Inhalt man kennen sollte", dann tu ich mich mit dem Benennen leichter.

Deutschland:

  • Von Goethe: Faust, Die Leiden des jungen Werther
  • Schiller: Die Räuber
  • Ivain, Parzifal, die Nibelungen, Tristan und Isolde
  • Im Westen nichts Neues
  • Das Parfum
  • Steppenwolf
  • Kafka (irgendwas, da geht es eher darum, seinen Schreibstil zu erleben)




Frankreich:

  • Die Ritter der Tafelrunde (Chretièn de Troyes - ich glaube zumindest von ihm stammt dir Urfassung)
  • Les Miserables




Italien:

  • Decameron, Boccaccio
  • Divina Comedia, Dante
  • I promessi sposi (Die Verlobten), Manzoni
  • Il principe (Der Fürst), Macchiavelli
  • Nicht zu vergessen die Römer: Ovid, Vergil, Cicero, Cäsar ...




Großbritannien und Amerika:

  • Diverses von Shakespeare, etwa: Romeo und Julia, Othello, Macbeth, Mittsommernachtstraum, Hamlet
  • Sherlock Holmes
  • Stolz und Vorurteil
  • Und dann gibt es noch eine ganze Menge, die ich selbst nur wiedererkenne, wenn ich den Namen lese. Davon hat KleineLady aber schon einige genannt (Tom Sawyer, Robinson Crusoe, Die Schatzinsel, Der Seelöwe, Moby Dick, Great Gatsby ...)



Andere:


  • Don Quijote
  • Nora. Ein Puppenspiel, Ibsen
  • Ilias
  • Odyssee




Puh, und leider ist das aber echt nur ein Auszug. Sachen, die mir so auf Anhieb eingefallen sind, aber zwischen den Nibelungen und Goethe fehlen ein paar Jahrhunderte, von denen ich niemanden genannt habe, obwohl auch da wichtige Werke dabei wären.
Ich habe zudem die italienische Literatur in der Schule gemacht, die fehlt in beinahe jeder Aufzählung. Dabei sind Namen wie Dante, Boccaccio, Manzoni, Ariosto, Petrarca, Macchiavelli weltbekannt. Ehrlich gesagt glaube ich, wäre es am besten, wenn man wirklich gar keine Ahnung davon hat, sich erstmal Bücher über die Literaturgeschichte im Allgemeinen zu kaufen. Da bekommt an bereits einen sehr guten Überblick und meist knackige Zusammenfassungen der Werke und wie diese dann mit anderen Werken in Verbindung stehen.
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Traummuschel am So Sep 25, 2016 2:10 am

Hier geht es ja rund ^^
Ja, als Literaturstudentin kann man manchmal nicht anders. Dass jemand Faust nicht gelesen hat und es auch nicht fest vor hat, entsetzt mich geradezu Embarassed 
Die, die ich aufgelistet habe, fand ich alle sehr angenehm zu lesen (bis auf das von Brentano und Arnim, das steht auch noch auf meiner Liste).
Hoffmanns Sandmann ist eigentlich ein Werk, das jeder Literaturwissenschaftler in Zusammenhang mit Freud behandelt.
The castle of otranto ist der Beginn der amerikanischen Schauerromantik, der Startschuss für Werke wie Frankenstein und auch Dracula, eben der Anfang der düsteren Literatur.
Eichendorff ist einfach wunderschön <3 Ich habe die meisten meiner Arbeiten zu ihm geschrieben.


Goethes Faust ist wegen vielen Gründen die Spitze der Literatur. Es ist ein Drama, weder Epik noch Lyrik Wink Und Dramatik ist eigentlich die höchste Literaturform der Literaturgeschichte. Dass Epik so wichtig ist, ist eher ein "neueres" Phänomen. Auch Heldenepen sind noch in lyrischer Form. Trotzdem kann man auch aus Dramen oder schwerer Kost viel für's Schreiben lernen. Ich lese keine Schreibratgeber, inzwischen, da mein Schreibstil gefesstigt ist, verwende ich manchmal Übersichten, aber mehr auch nicht. Alles was in Schreibratgebern steht, das ich nicht für überzogenen Humbug halte, ist für mich selbstverständlich, da die meisten Regeln dadurch ermittelt wurden, sich bestehende Literatur genauer anzuschauen. Das mach ich schon mein Leben lang.

Sowohl Faust als auch das Nibelungenlied wurde verfilmt, sogar mehrfach, auch gut ansehbar.

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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Butterblume am So Sep 25, 2016 4:05 am

@Luftmensch schrieb:Das Schreibhandwerk kann durch aktives Lesen von jeglichen Büchern verbessert werden. Ich wollte die Bücher erwähnen, die ich (ganz subjektiv) als lesenswert erachte. Schließlich wurde hier nach persönlichen Muss-Büchern gefragt Einige davon sind Klassiker, andere nicht. Siehe Der Name des Windes. Gerade an diesem Beispiel sieht man, wie eine gute, sehr durchdachte Fantasy-Geschichte geschrieben werden kann.
okay, aber was ist "aktives Lesen" ? Ich glaube, das habe ich noch nie gemacht Embarassed

Jedenfalls habe ich mir mal eine "Leseliste" zusammengestellt aus euren Tipps und denen, die mein Freund noch eingeworfen hat. Bei einigen finde ich den Titel einfach interessant, von anderen habe ich schon gehört, aber nie gelesen.
The castle of otranto ist der Beginn der amerikanischen Schauerromantik, der Startschuss für Werke wie Frankenstein und auch Dracula, eben der Anfang der düsteren Literatur.
Das finde ich interessant, daher stehen auch alle drei auf meiner Leseliste.

Dass jemand Faust nicht gelesen hat und es auch nicht fest vor hat, entsetzt mich geradezu
den habe ich jetzt mal auf meine Leseliste gesetzt. Aber wenn ich mir das hier ansehe:
Wenn ich mir von Faust die erste Strophe anschaue, ...

Zueignung schrieb:Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?
Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?
Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten,
Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;
Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert
Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert.

Quelle

... dann versteh ich ehrlich gesagt nur Bahnhof
weiß ich nicht, ob ich das lesen könnte...

@Kelpie,
"Im Westen nichts Neues" kommt mir irgendwie bekannt vor, ich glaube, das haben wir in der Schule durchgenommen.
Ivain, Parzifal, die Nibelungen, Tristan und Isolde
verstehe ich das richtig, dass die alle unter "deutsche Heldensagen" fallen oder hab ich da meinen Schatz falsch verstanden...?

Ehrlich gesagt glaube ich, wäre es am besten, wenn man wirklich gar keine Ahnung davon hat, sich erstmal Bücher über die Literaturgeschichte im Allgemeinen zu kaufen. Da bekommt an bereits einen sehr guten Überblick und meist knackige Zusammenfassungen der Werke und wie diese dann mit anderen Werken in Verbindung stehen.
Bücher über Literaturgeschichte? Was steht da drin? Die Entwicklung der Literatur oder sowas? scratch
Da habe ich dann wieder das Problem, dass ich mich auf staubtrockene Theorie nicht gut konzentrieren kann und so ein Buch ziemlich schnell ungelesen weggelegt wird Embarassed  (ja, alle Literaturstudenten hier dürfen mir jetzt wiedersprechen)
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Kelpie am So Sep 25, 2016 4:23 am

Ja, das mit den Heldensagen trifft zu.


Na gut, wenn du trockene Bücher gleich weglegst, dann vergiss den Tipp wieder  tongue Solche Bücher sind in der Regel furztrocken. Vielleicht hilft es dir ja tatsächlich mal, dir einen kleinen Überblick zu verschaffen, indem du bestimmte Werke liest, danach ist es generell einfacher, andere Bücher einzuordnen.
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Butterblume am So Sep 25, 2016 6:01 am

@Kelpie
Ja, das mit den Heldensagen trifft zu.
dann ist gut, dann muss ich mir nur 1 Buch ausleihen Smile
Vielleicht hilft es dir ja tatsächlich mal, dir einen kleinen Überblick zu verschaffen, indem du bestimmte Werke liest, danach ist es generell einfacher, andere Bücher einzuordnen.
das möchte ich gern einmal versuchen, daher habe ich mir die Liste zusammengestellt:

meine Leseliste:

Leichtere Kost:
1.      Robinson Crusoe
2.      Tom Sawyer
3.      Huckleberry Finn
4.      Oliver Twist
5.      Moby Dick
6.      Der Seelöwe
7.      Great Gatsby
8.      The Castle of Otranto
9.      Frankenstein
10.  Wes Craven Dracula
11.  Die Ritter der Tafelrunde
12.  Die Schatzinsel
13.  Odyssee
14.  Das Gespenst von Canterville
15.  Alice im Wunderland
 
Schwerere Kost:
1.      Goethes Faust
2.      Stolz und Vorurteil (Jane Austen)
3.      Die Verwandlung von Kafka
4.      Hamlet
5.      Sherlock Holmes
6.      Schnee (Orhan Pamuk)
7.      Der Graf von Monte Christo
8.      Deutsche Heldensagen
9.      Die Blechtrommel
10.  Im Westen nichts Neues

natürlich weiß ich nicht, ob die Einteilung in "leicht" oder "schwer" so stimmt.
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Kelpie am So Sep 25, 2016 6:52 am

Im Westen nichts Neues und Kafka würde ich eher zu leichterer Lektüre zählen. Gerade ersteres liest sich beinahe wie ein Buch, das auch in unserer Zeit hätte geschrieben werden können.
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Traummuschel am So Sep 25, 2016 7:18 am

Odysee dagegen würde ich zu schwerer Lektüre zählen.
Wegen den Heldensagen: Das Nibelungenlied ist fundamental für die deutsche Literatur und Tristan ist einfach schön <3
Allerdings besteht Tristan aus zwei Teilen (ist wirklich seeehr lang) und bevor er Isolde trifft, ist es wirklich lang und trieft vor ritterlichem Lob, aber wenn man das durch hat und Isolde da ist, ist es einfach *_* <3 Ich liebe dieses Buch. Deswegen ist meine Dystopie auch etwas davon inspiriert *hust*

Wenn du eine angenheme Einführung in die Literaturgeschichte willst, kann ich dir helfen, wenn du möchstest. Sag mir einfach Bescheid, dann bekommst du 'ne PN Wink

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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Butterblume am So Sep 25, 2016 7:24 am

@Traummuschel 
Wenn du eine angenheme Einführung in die Literaturgeschichte willst, kann ich dir helfen, wenn du möchstest. Sag mir einfach Bescheid, dann bekommst du 'ne PN 
gerne. 

Allerdings besteht Tristan aus zwei Teilen (ist wirklich seeehr lang) 
je länger desto besser  tongue
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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Earu am So Sep 25, 2016 7:37 am

Der Graf von Monte Christo ist auch eher leichte Kost. Jedenfalls empfand ich ihn so.

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Re: Bücher, die man gelesen haben muss

Beitrag  Luftmensch am So Sep 25, 2016 8:48 am

@Butterblume: Die Einteilung in "schwere" und "leichte" Kost finde ich etwas ambivalent, um ehrlich zu sein. Wenn du die Bücher so aufteilst, droht dir die Gefahr, dass du ein Buch von Anfang an als "schwer" einstufst, wobei du es vielleicht nicht so empfinden würdest, wenn du es nicht mit diesem Etikett versehen hättest. Kannst du natürlich auch so machen, spricht nichts dagegen Smile Du könntest die Bücher ja auch je nach Interessengrad lesen. Wenn du Lust auf die 20er Jahre hast, greifst zu Gatsby. Wenn du mehr auf Walfang gehen möchtest, nimmst du dir Moby Dick vor Smile
Wenn "leicht" und "schwer" sich auf die Sprache der Bücher beziehen, also diese "ältere" Sprache, kann gesagt werden, dass der Leser sich irgendwann daran gewöhnt Wink

Aktives Lesen: Es gibt unterschiedliche Arten des aktiven Lesens. Jeder variiert da ein bisschen oder eben mehr. Je nach Mensch und je nach Bedarf. Im Grunde ist es so, dass du ein Werk liest und dir immer wieder vor Augen führst, was du darin gut findest und was nicht.
Ich mache es immer so, dass ich das Werk lese und während ich es lese notiere ich mir einige Dinge, die mir auffallen. Zum Beispiel: Was ist die Motivation des Protagonisten? Wie entwickelt sich der Protagonist? Woran kann ich das ausmachen? Wie schaut der Charakter des Protagonisten aus? Wie erreicht der Autor, dass ich den Protagonisten mag/nicht mag? Wie beschreibt der Autor Städte/Gefühle/Handlungen? Funktionieren diese Beschreibungen? Wie empfinde ich Dialoge? Wie kommt Spannung auf? Wie funktioniert usw. unendlich viele Möglichkeiten, wie du siehst.
Dann kann man sich Gedanken darüber machen, wieso etwas gut/schlecht funktioniert. Weshalb der Autor sich für die Umsetzung einer Idee womöglich entschieden hat (Perspektive zB), welche Vor- und Nachteile diese Entscheidung hat.

@Butterblume schrieb:Bücher über Literaturgeschichte? Was steht da drin? Die Entwicklung der Literatur oder sowas?

Es gibt auch echt interessante Bücher, die sich mit der Theorie beschäftigen. Wirklich nötig werden sie nicht sein, wenn dein Ziel die Verbesserung deines Handwerkes ist. Natürlich bekommt man durch die Lektüre solcher Bücher ein anderes Verständnis für bestimmte Dinge (Bsp: das Motiv der Ehebrecherin im 19. Jhr. welches sich durch sehr viele Werke zieht). Aber ob das tatsächlich nötig ist, wenn man sich da durchquält … scratch 
Ansonsten kannst du in der Buchhandlung mal nachsehen, wie solche Bücher aufgebaut sind, welche nicht so "trocken" geschrieben werden. Es gibt auch Einführungswerke, die bekömmlicher sind Wink
@Traummuschel: Welche würdest du denn vorschlagen?
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