Motivationen für Antagonisten

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Motivationen für Antagonisten

Beitrag  Traummuschel am Fr 22 Jul 2016 - 15:22

Da es mir oft schwerfällt, Charaktere zu basteln, die zumindest aus einem gewissen Standpunkt böse sind, dachte ich mir, wir könnten hier mal Motivationen für Antagonisten und Bösewichte jeder Art sammeln. Warum tun sie etwas Böses? Das, auch wenn es für sie gut ist, offensichtlich für jemand anderen schlecht ist.

Ich sammel hier mal als Liste, was so genannt wurde. Wenn jemand einen Vorschlag für eine übersichtliche Sortierung hat, nur her damit =)

- Liebe
- jemanden das Leben retten
- Eifersucht
- Angst
- Verlustangst
- Sehnsüchte
- Freiheitswunsch
- Gier
- Ungeduld
- Rache
- wirtsschaftliche Gründe
- politische Gründe
- religiöse Gründe



#Motivation #Charakter


Zuletzt von Traummuschel am Fr 22 Jul 2016 - 16:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Motivationen für Antagonisten

Beitrag  Ankh am Fr 22 Jul 2016 - 15:30

Ich denke, die Motivationen von Antagonisten unterscheiden sich gar nicht so sehr von denen des Protagonisten, sie zielen nur in eine entgegengesetzte Richtung (sonst gäbe es keinen Konflikt), und sie überschreiten bei der Wahl ihrer Mittel eben eine Grenze, die ein "guter" Held nicht überschreiten würde. Das Ziel an sich kann aber durchaus ein vernünftiges sein. Mein Anta z.B. will einfach seine Schwester heilen. Blöd nur, dass er dazu an einem der Protas Versuche durchführen will Wink
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Re: Motivationen für Antagonisten

Beitrag  magico am Fr 22 Jul 2016 - 15:32

Na ja ... wie Ankh schon sagt, kann das sogar dasselbe Motiv wie beim Protagonisten sein. Rache zum Beispiel. Wie oft haben die eigentlich guten Protagonisten Rache als Motiv?!
Oftmals ist das ganze auch etwas globaler. Wirtschaftliche, politische oder religiöse Interessen, sind oft der Motor des Antagonisten.

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Re: Motivationen für Antagonisten

Beitrag  Traummuschel am Fr 22 Jul 2016 - 15:37

Ich verstehe was ihr meint. Mir fällt es hauptsächlich schwer ihnen genug Motivation zu geben (oder einen entsprechenden Charakter), dass sie ihr Ziel weiter verfolgen, selbst wenn sie merken, dass das schlimme Folgen für andere hat. Das Beispiel mit der Schwester kann ich schon ganz gut nachvollziehen, wenn sie totkrank ist - sonst allerdings nicht.  
Als allgemeiner Überbegriff fiel mir auch Rache ein, Rache ist ja schon an sich nichts gutes, da agiert man dann vielleicht auch mal rücksichtslos. Fallen uns noch mehr solche Begriffe ein?

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Re: Motivationen für Antagonisten

Beitrag  Earu am Fr 22 Jul 2016 - 15:43

Liebe. Zwei Personen lieben eine bestimmte Person. Der eine bringt den anderen um, um diese Person für sich allein zu haben. Ein Beispiel von vielen möglichen.
Sehnsüchte sind auch möglich. Der Wunsch nach Freiheit kann uns dazu bringen, anderen zu schaden, um Freiheit zu erlangen. Ein Gefangener wird keine Skrupel haben, seinen Bewacher zu schädigen, um an ihm vorbeizukommen, auch wenn dieser Bewacher nur einen Befehl ausführt.

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Re: Motivationen für Antagonisten

Beitrag  magico am Fr 22 Jul 2016 - 15:44

@Traummuschel schrieb:Fallen uns noch mehr solche Begriffe ein?

Gier! (egal nach was ... Geld, Macht usw.)


@Earu: Da ist aber nicht Liebe das Motiv, sondern Eifersucht.

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Re: Motivationen für Antagonisten

Beitrag  Earu am Fr 22 Jul 2016 - 15:55

Möglich. Da kommt es auf die Schicht darunter an. Dann könnte man auch Habsucht nennen, weil man nicht teilen will, oder Ungeduld, weil man nicht abwarten will, wie die erwählte Person sich entscheidet. Angst, weil die Person sich anders entscheiden könnte als gewünscht. Für mich ist in dem Fall Liebe der Oberbegriff, aber darüber lässt sich streiten. Ich bin in solchen Begrifflichkeiten eh nicht gut.

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Re: Motivationen für Antagonisten

Beitrag  Ankh am Fr 22 Jul 2016 - 16:01

@Traummuschel schrieb:Ich verstehe was ihr meint. Mir fällt es hauptsächlich schwer ihnen genug Motivation zu geben (oder einen entsprechenden Charakter), dass sie ihr Ziel weiter verfolgen, selbst wenn sie merken, dass das schlimme Folgen für andere hat. Das Beispiel mit der Schwester kann ich schon ganz gut nachvollziehen, wenn sie totkrank ist - sonst allerdings nicht.  
Als allgemeiner Überbegriff fiel mir auch Rache ein, Rache ist ja schon an sich nichts gutes, da agiert man dann vielleicht auch mal rücksichtslos.

Ich versteh jetzt dein Problem nicht ganz. Bei einem "guten" Ziel, wie die Schwester zu heilen (nein, sie ist nicht todkrank, nur ein wenig eingeschränkt) kannst du nicht nachvollziehen, dass jemand rücksichtslos ist, bei einem "bösen" wie Rache aber schon? Warum? Der Anta ist in beiden Fällen der Meinung, im Recht zu sein, bzw dass sein Ziel die Mittel rechtfertigt. Das macht ihn für mich zum Antagonsiten: nicht das Ziel selbst, sondern dass er dafür gewisse Grenzen überschreitet, die der Held eben achtet.
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Re: Motivationen für Antagonisten

Beitrag  Traummuschel am Fr 22 Jul 2016 - 16:09

@Ankh : Bei Rache ist man, wenn man sie wirklich durchzieht, schon so wütend und verletzt, dass es einem egal ist. Ohne guten Grund für diesen Rachewunsch (wie Mord an jemand geliebten, etc.) kann ich das auch nicht nachvollziehen. Rache ist aus starker Verzweiflung ein guter Grund, zwischen zwei Schülerrivalinnen wäre es für mich kein nachvollziehbarer Grund, etwas wirklich schlimmes zu tun.
Das Ziel muss schon mehr wert sein, als der Preis und da kommt es natürlich auf den Charakter an, aber es fällt mir schwer mir Charaktere vorzustellen, die ohne sehr guten Grund rücksichtslos sind.  Ich sehe Antagonisten ganz besonders als Protagonisten ihrer Geschichte. Diese Grenzüberschreitung braucht einen wirklich triftigen Grund. Aber sammeln können wir hier natürlich alles =)

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Re: Motivationen für Antagonisten

Beitrag  Kelpie am Di 26 Jul 2016 - 12:34

Ich finde die Übergänge zwischen guten und schlechten Protas/Antas ziemlich fließend. Sehen wir einmal vom ultimativen Bösen wie Sauron/Voldemort und vom ultimativen Guten wie Gandalf/Dumbledore ab.

Es geht vielmehr um die Frage der persönlichen Grenzen. Ich kenne herzensgute Menschen, die aber ziemlich skurpellos würden, wenn es um ihre Geliebten geht.
Vielleicht ist das Problem auch eher, wenn man das Pferd von hinten aufzäumt? Du hast sozusagen einen Weg für den Anta schon ersonnen, dann aber kommt erst die Motivation. Eigentlich müsste es ja umgekehrt ablaufen, oder? ^^
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Re: Motivationen für Antagonisten

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