Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

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Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Tachadenn am Mi Apr 27, 2016 8:43 pm

Hi,

das habe ich gefunden. Vielleicht will es jemand hier lesen Wink

http://www.zeit.de/freitext/2016/04/27/vg-wort-urteil-vogel-brief-koehler/

Slán
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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Kelpie am Do Apr 28, 2016 7:54 pm

Um was geht es bei diesem Urteil gegen VG-Wort überhaupt? Also was ist da passiert? Ich glaube, davon habe ich nichts gehört ...
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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Ankh am Do Apr 28, 2016 10:16 pm

@Kelpie
Ich bin da auch kein Experte, aber offenbar müssen die Hersteller von Kopiergeräten einen bestimmten Betrag in einen Topf zahlen, der dann unter den Produzenten von Büchern (und Zeitschriften? k.A.) aufgeteilt wird, um sozusagen die Verluste wieder ein bisschen auszugleichen, die denen durch das Kopieren von Büchern (die dann eben nicht gekauft werden) entstehen.

Bisher wurde dieser Topf unter den Autoren und den Verlagen aufgeteilt. Nun hat ein Autor geklagt, weil er nicht einsieht, warum die Verlage was von diesem Geld bekommen sollten - und hat Recht bekommen.

Das Problem ist nun, dass die Verlage nicht nur das Geld nicht mehr bekommen (was bei knapp kalkulierenden Kleinverlagen schon mal ein Problem sein kann), sondern auch dieses unrechmäßig eingestrichene Geld der letzten Jahre zurückzahlen sollen, und das wird einigen knappkalkulierenden Kleinverlagen wohl das Genick brechen.

Die Frage, die nun auch in dem Artikel aufgeworfen wird, ist nun, ob man den Verlagen diesen Zuschuss nicht einfach gönnen sollte, damit sie auch weiterhin ein bisschen mehr Luft haben, mal ein Risiko einzugehen und in einen Neuautor zu investieren. Denn je weniger Spielraum da ist, desto weniger Risiken will ein Verlag eingehen (falls es ihn überhaupt nach der Rückzahlung noch gibt), und desto weniger Neuautoren haben eine Chance, überhaupt den Fuß in die Tür zu bekommen, weil sich jeder nur auf die etablierten Autoren versteift, die wenigstens sicher ein bisschen Geld reinbringen.
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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Earu am Do Apr 28, 2016 10:48 pm

Ich verstehe das Urteil nicht. Ich empfinde es als logisch, dass die Verlage auch von dem Geld bekommen. Immerhin leiden sie doch genauso darunter, wenn Leute die Bücher kopieren, statt sie zu kaufen. Da wurde mehr als nur einseitig "Recht gesprochen". thumbs down

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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Kelpie am Fr Apr 29, 2016 1:08 am

Ehrlich gesagt finde ich es sogar unlogisch, dass der Autor etwas von dem Geld sieht. Er trägt ja nicht die Verantwortung und Kosten für den Druck - was zentriert er dann also, wenn es um dieses Geld geht?


Zuletzt von Kelpie am Fr Apr 29, 2016 6:16 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : "Leser" mit "Autor" ersetzt)
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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Earu am Fr Apr 29, 2016 1:42 am

Leser? Reden wir gerade aneinander vorbei oder meintest du den Autor?

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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Kelpie am Fr Apr 29, 2016 6:15 am

Ups, ich meinte den Autor ^^
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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Earu am Fr Apr 29, 2016 8:49 am

Na ja, der Autor wird doch schon geschädigt. Ihm gehen unter Umständen Tantiemen verloren. Er kriegt doch erst einmal einen Vorschuss und, wenn sich genug Bücher verkauft haben, bekommt er eine weitere Beteiligung am Verkauf. Jedes illegal erworbene Buch ist somit auch ein Verlust für den Autor, weil er dadurch später oder gar nicht in die nächste Verdienstrunde kommt. Von daher empfinde ich 50:50 für Verlag und Autor eigentlich als fair.

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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Kelpie am Fr Apr 29, 2016 10:32 am

Ah, okay, die Sache mit den Tantiemen habe ich nicht gesehen bzw. noch nicht verstanden gehabt. Aber in der Hinsicht hast du schon Recht. Auf jeden Fall sehe ich halt keinen Grund, warum der Verlag daran nicht auch einen Anteil haben sollte.
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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Ankh am Fr Apr 29, 2016 11:51 pm

Es geht wohl primär um die Urheberschaft des Textes, und das Gericht meinte, Verlage haben daran keinen Anteil. Wobei ich mich dann frage, wozu die Lektoren beschäftigen  Wink Wer sein Geld nicht teilen will, kann ja Selfpublisher werden ...
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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  treogen am So Mai 01, 2016 2:14 am

Im belletristischen Sektor - der hier sicher die meisten interessiert - reden wir von 70 / 30. Also der Autor kriegt 70%, der Verleger 30%
Die VG Wort ist quasi die Gema für Autoren. Hier bekommen Autoren (und bislang auch Verlage) beispielsweise die sogenannten "Bibliothekstantiemen" - also Geld, welches die Autoren dafür bekamen, dass die Bücher in Bibliotheken ausgeliehen, also mehrfach verwertet wurden. Weiterhin ist da eine sogenannte "Kopiererabgabe" dabei, weil man davon ausgeht, dass mit jeder Scanner Bücher eingescannt werden können, mit jedem Kopierer Bücher kopiert werden können, mit jedem Drucker gescannte Bücher ausgedruckt werden können. Diese Abgabe, die jedes Jahr von der VG Wort (wohlgemerkt: mit Unterstützung durch Verlage) mit Vertretern aus der Wirtschaft verhandelt wurde, wird auf jedes Gerät draufgeschlagen.
Ein Tintenstrahldrucker enthält beispielsweise 5 Euro Urheberrechtsabgabe, ein Laserdrucker 12,50 Euro, ein Scanner 12,50 und ein Lasermultifunktionsgerät abhängig von der Seitenleistung je Minute zwischen 25 und 87 Euro.

Leider gab es da eine Gesetzesklausel.
Diese Klausel sagt aus, dass dieses Geld den Urhebern eines Werkes zusteht.
Nach meiner Meinung - und auch nach der Meinung vieler anderer Verleger - wird die Urheberrechtsabgabe nicht auf das Manuskript, sondern auf das Buch fällig. Schließlich werden ja auch die Ausleihzahlen des Buches zur Berechnung hergenommen.
Desweiteren gehe ich davon aus, dass Verleger Miturheber sind. Sie beauftragen das Lektorat und nehmen damit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Text. Sie beauftragen das Cover - welches Verkaufsmagnet ist. Ohne das Cover wird das Buch nicht zum Verkaufsschlager und nicht zum "Ausleih"-Bestseller. Sie machen die Werbung, liefern die Bibliotheksexemplare für die Nationalbibliothek. Natürlich hat der Autor mit der Erstellung des Manuskriptes den Löwenanteil der Arbeit getan: Er hat einen Text geschrieben, den man hoffentlich gut verkaufen kann. Aber genau dieses Verhältnis spiegelte sich in der Auszahlungsregelung 70/30 auch wieder.
Der klagende Autor - und letztendlich auch das Gericht sehen das jedoch anders. Allein der Autor ist der Urheber des Buches. Der Einfluss der Verlage auf die Verkäuflichkeit - die am Ende auch direkt das Interesse der Bibliotheken an einer Anschaffung des Buches anheizt und somit überhaupt erst ein Anrecht am VG Wort-Geldpot generiert - und damit am Buch an sich wird grob gesagt mit 0 beziffert.
Ergo ist mit diesen Urteil das Erhalten der Urheberrechtsabgabe der Verlage ab 2013 (ab Klagebeginn) als ungesetzlich erklärt worden. Die Verlage müssen nun zurückzahlen.

Man darf auch nicht verschweigen, dass es von Verlegerseite ebenfalls Versäumnisse gab. Man hätte damals - im Zuge der Festlegung des Leistungsschutzrechtes für Presseverleger - mit aufspringen können und das VG Wort Thema mit festmeißeln können. Das wollte man allerdings nicht - wer sich mal eingehender mit dem Thema befasst, kann sich auch vorstellen, wieso.
Jedenfalls sagte man sich damals: "ja, mei - der Passus ist seit Jahrzehnten im Normvertrag drin, das ist gelebte Praxis - passt scho."
Bis dann halt jemand kam, der an dieser gelebten Praxis rummäkelte.

Auf jeden Fall wird das heftig. Ich kenne einen Kleinverleger, der darf für die letzten Jahre 30.000 Euro zurückzahlen. Spitzfindige Köpfe meinen nun: "Ja, er wusste es doch. Er hätte es doch zurücklegen können."
Aber das ist Quatsch. Stellt euch vor, ihr bekommt aus eurer Arbeit als Autor eine Einmalzahlung von 8000 Euro. Der, der die euch zahlt, sagt: "Aber es ist nicht sicher, dass du das Geld behalten darfst - hebs mal besser auf."
Ein paar Monate später kommt das Finanzamt und sagt: Ihr habt da 8000 Euro bekommen - das wird auf euer zu versteuerndes Einkommen draufgeschlagen.
Schwups, rutscht ihr ein wenig höher und zahlt dank dem Geld, dass ihr nicht anrühren sollt, über euer ganzes zu versteuerndes Einkommen prozentual mehr Steuern.
Das alles ist eigentlich eine Riesensauerei - wenn es tatsächlich ungesetzlich ist, dann hätten die Gelder gar nicht ausgezahlt werden dürfen.

Ich selbst und viele andere junge Kleinverlage sind nicht direkt betroffen. Unsere Ausleihzahlen in den Referenzbibliotheken sind so mikrig, dass wir nie groß was rausbekommen haben.
Die großen Publikumsverlage stecken das auch problemlos weg. Dann gibts halt bei den Großen jeweils 2 Debütantenslots im Jahr weniger - who cares? 
Richtig beißen wird es die Kleinverlage, die echte Bestseller haben. Davon gibt es genug. Bei denen macht diese Zahlung bislang jedes Jahr bis zu einem Drittel des Gesamtumsatzes des Verlages aus. Und wenn die jetzt die letzten 3 Jahre zurückzahlen sollen, dann zahlen die mit einem Schlag einen kompletten Jahresumsatz zurück ... Umsatz - nicht Gewinn!

Man hört übrigens schon, dass Verlagsvertretungen sich schon Gedanken machen, die urheberische Leistung der Verlage gesetzlich zu verankern - auf das die Abgabe irgendwann in Zukunft vielleicht wieder geteilt wird. Diesmal dann auf gesetzlicher Basis.
Aber bis dahin kann noch viel passieren.
Beispielsweise dasselbe, was in Belgien passt. Seitdem da die Verlage keinen Teil mehr an der Urheberrechtsabgabe haben, versuchen die Firmen, die diese zahlen sollen, die Zahlungen zu reduzieren (sprich: zu halbieren, weil der Verlagsteil ja gestrichen werden kann). Das ist noch nicht ganz durch - wird aber kommen. Wenn es gegen die Industrie geht, haben Autoren nämlich nur dann eine Lobby, wenn sie mit einem starken Partner (wie den MVB, dem Börsenverein des deutschen Buchhandels) auftreten.
Wenn die Industrie hier auf dieselbe Idee kommt, dann sind ganz schnell auch die Autoren Mitverlierer.

Auch in anderer Hinsicht haben sie bereits verloren. Die ersten Auswirkungen sind nämlich schon mehr als deutlich sichtbar.

Zitat
Die Reaktion der Zeitungsverleger kam prompt: Die verbandseigene Akademie, die bislang etwa 20.000 Journalisten besucht hätten, müsse voraussichtlich noch vor der Sommerpause Liquidation anmelden. Das VG-Wort-Urteil gefährde also die Aus- und Weiterbildung von Journalisten. Ein harter Vorwurf. Und zumindest ein bisschen ist dran, denn: Die Ausschüttungen der VG Wort waren ausdrücklich zweckgebunden, eben für die journalistische Ausbildung. Allein: Das war eine freiwillige Vereinbarung.

http://www.deutschlandfunk.de/vg-wort-urteil-autoren-brauchen-geld-nicht-mit-verlagen.761.de.html?dram:article_id=352222

Dass die Bereitschaft, etwas Riskantes auszuprobieren, dank diesem Urteil weiter zurückgehen wird, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen.

Und dass in Zukunft die Honorare eher nach unten gehen, davon kann auch ausgegangen werden. Nachdem im Taschenbuchsegment die letzten Jahre eigentlich 6-7% eigentlich die untere Grenze waren, kann man sich wohl auf 4-5% einstellen.
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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Alys am Mo Mai 02, 2016 8:34 pm

@treogen, hattest Du nicht an anderer Stelle irgendwo erwähnt, dass das Urteil gottseidank weniger schlimm ausfiel als befürchtet? Oder verwechsle ich da gerade was?
Ich tue mich nämlich gerade schwer, mit zu überlegen, wie es für die Verlage noch schlimmer hätte laufen können.

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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  Kelpie am Mo Mai 02, 2016 9:09 pm

Ich finde es ehrlich gesagt eine Frechheit, dass da Gelder falsch ausgezahlt werden und es dann die Verlage sind, die blechen müssen. Sorry, wenn's falsch war, dann muss man sich fragen, was in den oberen Etagen falsch gelaufen ist, aber diese Rückzahlungen sind einfach bescheuert, weil klar ist, dass das manche Betriebe in den Ruin fährt.  Evil or Very Mad
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Re: Was haben Sie angerichtet, Herr Vogel?!

Beitrag  treogen am Di Mai 03, 2016 9:14 am

Alys schrieb:@treogen, hattest Du nicht an anderer Stelle irgendwo erwähnt, dass das Urteil gottseidank weniger schlimm ausfiel als befürchtet? Oder verwechsle ich da gerade was?

Verwechselst du. Das, was besser als geplant ausgefallen ist, ist die neue Urheberrechtsregelung, die eigentlich so geplant war, dass Autoren nach 5 Jahren einfach den Vertrag hätten beenden können - unabhängig von der Laufzeit. Einzige Voraussetzung wäre bei dieser katastrophalen Umsetzung gewesen, dass der Autor ein Vertragsangebot vorweisen kann, welches besser ist als das aktuell laufende. Womit diese Gesetzesregelung eh nur Bestsellerautoren in Kleinverlagen zu Gute gekommen wäre, die nicht nur (wie eh schon lange üblich) mit neuen Projekten zu Publikumsverlagen gegangen wären, sondern in Zukunft auch lohnenswerte Altprojekte aus den Verlag rausziehen hätte können, der ihn einst groß gemacht hat.
Ein Dolchstoß von hinten!
Wenigstens hat man die Schonfrist an dem Punkt auf 10 Jahre strecken können. Die schlimmste Kröte mussten wir da nicht schlucken. Das wäre richtig "super" geworden. Kein Kleinverleger, den ich kenne, hätte dann noch Debütanten herausgebracht. Nur noch Leute, die eh schon einen Namen haben, damit die Bücher schneller laufen.

Kelpie schrieb:Ich finde es ehrlich gesagt eine Frechheit, dass da Gelder falsch ausgezahlt werden und es dann die Verlage sind, die blechen müssen. Sorry, wenn's falsch war, dann muss man sich fragen, was in den oberen Etagen falsch gelaufen ist, aber diese Rückzahlungen sind einfach bescheuert, weil klar ist, dass das manche Betriebe in den Ruin fährt.  Evil or Very Mad

Als ich mich damals bei der VG Wort angemeldet habe, wurde mir von denen angeboten, ich solle mich gleich 2x anmelden - als Autor und als Verlag (wohlgemerkt, die Anmeldung ist kostenlos). Bis vor 3 Jahren war mir nicht bewusst, dass diese Ausschüttungen nicht rechtmäßig wären. Und ich wette, den meisten anderen Verlegern ging es ebenso.
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